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„Es geht um die Gesundheit unserer Kinder!“

Schutzimpfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Neben sauberem Wasser, zählen diese zu den Errungenschaften, die den größten Effekt auf den Rückgang der weltweiten Sterblichkeit und die Verbesserung der Lebensqualität erzielen konnten.

Seit zwanzig Jahren gibt es das kostenlose Impfprogramm des Bundes, der Bundesländer und Sozialversicherungsträger. Ziel war und ist es, Kinder bis zum 15. Lebensjahr die wichtigsten Impfungen zu ermöglichen, ohne dass den Eltern dafür Kosten entstehen. Das Programm basiert auf dem Impfplan, der vom nationalen Impfgremium in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium erstellt und aktualisiert wird. Wichtig ist die Erhöhung der Durchimpfungsrate, bestenfalls auf 95 Prozent.
Dadurch können Krankheiten, deren Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt, eliminiert werden. Zu diesen Krankheiten gehören beispielsweise Polio(myelitis), Hepatitis B, Masern und Keuchhusten. „Die Gefahr darf nicht unterschätzt werden. Deshalb setzt die Stadt Innsbruck auf konkrete Bewusstseinsbildung und Vorsorge. Sie bietet im Rahmen des Impfprogrammes kostenlose Impfungen inklusive einer Masern/Mumps/Röteln-Impfung für alle Innsbruckerinnen und Innsbrucker an“, betont der für das Gesundheitswesen zuständige Stadtrat Franz X. Gruber.

„Die Gefahr darf nicht unterschätzt werden, es geht um die Gesundheit unserer Kinder. Ich lege allen Innsbruckerinnen und Innsbruckern nahe, das kostenlose Impfprogramm in Anspruch zu nehmen.“

Stadtrat Franz X. Gruber

Stadtrat Franz X. Gruber

Kinderkrankheiten bei Erwachsenen

Die geringe Durchimpfungsrate in Österreich bewirkt, dass sich die Krankheiten langsamer ausbreiten. Dies führt dazu, dass die Menschen erst im Erwachsenenalter, mit schwererem Krankheitsverlauf, erkranken. Masern beispielsweise sind keine harmlose Kinderkrankheit: Sechs Prozent aller Erkrankten erleiden eine Lungenentzündung, jede bzw. jeder tausendste eine Entzündung des Gehirns mit einer Sterblichkeit von 25 Prozent und einem Risiko für schwere Folgeschäden von 30 Prozent. Im Anschluss
an eine Maserninfektion kommt es zu einer jahrelangen Immunschwäche – keinesfalls wird, wie von manchen ImpfgegnerInnen behauptet, das Immunsystem gestärkt. Besonders gefürchtet ist die meist nach einigen Jahren bei jeder bzw. jedem Zehntausendsten auftretende SSPE, eine Gehirnentzündung, die immer tödlich verläuft. Das kostenlose Impfprogramm beinhaltet jene Krankheiten, die entweder sehr häufig vorkommen oder jene, die zwar selten sind, aber ein sehr schwer verlaufendes,
wenn nicht sogar tödliches, Krankheitsbild aufweisen. Darüber hinaus gibt es weitere Impfempfehlungen, die allerdings nicht kostenfrei zur Verfügung gestellt werden können. Untenstehend finden Sie den Impfplan 2017. Weitere Informationen finden Sie online unter www.bmgf.gv.at.

Das städtische Referat für Gesundheitswesen steht Ihnen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung oder Sie wenden sich an Ihren Hausarzt.

Kommen Sie zum Impfen …

… jeden Mo., Di., Do., Fr., zwischen 08:00 und 11:00 Uhr
Referat Gesundheitswesen
Rathaus, Eingang Fallmerayerstraße, 1. Stock
Tel. +43 512 5360 1150 und 1144
E-Mail: post.gesundheitswesen@innsbruck.gv.at

Allgemeine Informationen und Impfplan 2017

impfplan2017.pdf   (4491 KB)