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Die Arbeiten für die Straßen- und Regionalbahn laufen auf Hochtouren.
Die Arbeiten für die Straßen- und Regionalbahn laufen auf Hochtouren.

Platz für 45 Prozent mehr Fahrgäste in der Stunde

Warum benötigt es in Innsbruck die Straßen- und Regionalbahn?

Dichte Wohnverbauung im Zentralraum Innsbruck, starke Unternehmen mit vielen Arbeitsplätzen und große Ausbildungsstätten erfordern eine Alternative im öffentlichen Nahverkehr. Die Straßenund Regionalbahn macht den öffentlichen Verkehr zukünftig effizienter und ersetzt die im österreichischen Vergleich am stärksten frequentierte Buslinie O. Bisher befördert diese an einem üblichen Wochentag rund 40.760 Personen und ist damit an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt.

Worin besteht der Unterschied zwischen der Straßen- und der Regionalbahn?

Der Name „Straßen- und Regionalbahn“ verweist auf die zwei Aufgabenbiete der Bahn. Sie ist innerstädtisch einerseits als Straßenbahn unterwegs, andererseits wird sie die Regionen Völs, Rum und Innsbruck verbinden. Auf Letzteres bezieht sich die Bezeichnung „Regionalbahn“.

Wie viele Personen können durch die neue Bahnverbindung transportiert werden? Fährt der O-Bus trotzdem noch?

Durch die Errichtung der neuen Bahnlinien 2 (Ersatz für Buslinie O) und Linie 5 (Regionalbahn) können 45 Prozent mehr Fahrgäste in der Stunde befördert werden. Dadurch erhöht sich auch der Beförderungskomfort wesentlich. Durch den Einsatz einer Bahn in „Doppeltraktion“, dies ist die Bezeichnung für zwei zusammengehängte Straßenbahnzüge, kann in den Stoßzeiten das Fassungsvermögen zusätzlich verdoppelt werden. Mit der Betriebsaufnahme dieses umweltfreundlichen Beförderungsmittels mit Ende 2018 wird die Buslinie O eingestellt und die derzeitigen überfüllten Busse gehören der Vergangenheit an.

Was ändert sich für die Innsbrucker- Innen durch die Bahn?

Im Vorhinein fordern die umfangreichen Baustellen, die nötig waren und sind, gute Nerven, Verständnis und viel Geduld von AnrainerInnen und VerkehrsteilnehmerInnen. Die mit den Bauarbeiten verbundenenUnannehmlichkeiten lohnen sich allerdings, denn am Ende werden wir alle mit einem einfachen, bequemen und effizienten Transportsystem belohnt. Schnelles Vorankommen und das Wegfallen der Parkplatzsuche sind wohl die zwei wichtigsten Vorteile. Die Straßen werden spürbar entlastet. Außerdem reduzieren die kurzen Intervalle, in denen die Bahnen verkehren, das Gedränge und den damit verbundenen Stress für Fahrgäste. So sind Investitionen in den öffentlichen Verkehr letztendlich immer auch Investitionen in die Lebensqualität. Innsbruck macht einen weiteren Schritt zu einem umweltschonenden, zukunftsorientierten und kapazitätsstarken Verkehrsmittel, das darüber hinaus barrierefrei genutzt werden kann.

Inwiefern wird das Angebot die täglichen Stoßzeiten verändern?

Für die Straßen- und Regionalbahn werden großteils neue Trassen – wie beispielsweise in der Kranebitter Allee – errichtet, welche die Überlastung der Verkehrswege zu den Hauptverkehrszeiten minimieren. Durch diese eigenen Streckenabschnitte wird die neue Bahn überwiegend unabhängig vom Individualverkehr geführt. Sie kann problemlos an Staus vorbeifahren, wodurch Verspätungen reduziert werden.

„Neben dem Brenner Basistunnel handelt es sich bei der Straßen- und Regionalbahn um das derzeit größte Infrastrukturprojekt Westösterreichs. Innsbruck beweist dabei Mut zur Veränderung und stellt den Nutzerinnen und Nutzer ein kapazitätsstarkes und effizientes Verkehrsmittel zur Verfügung.“

Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider

Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider

Derzeit wird östlich der Grenobler Brücke beim Olympischen Dorf eine eigene Brücke über den Inn für die Straßen- und Regionalbahn gebaut. Warum ist diese notwendig?

Um den öffentlichen Verkehr maximal beschleunigen zu können, wurde bereits in der Planung der öffentlichen Trassen versucht, eigene Fahrspuren für die Straßenbahn und den Bus zu errichten. Dies ist immer von einem ausreichenden Platzangebot im Straßenraum abhängig. Die Maxime des behinderungsfreien Vorankommens öffentlicher Verkehrsmittel wird auch in der Reichenauer Straße und über die neue Brücke bis zur Einmündung in die Schützenstraße konsequent fortgesetzt. Dadurch kann der öffentliche Verkehr an dem stauanfälligen Kreuzungsbereich Schützenstraße/Haller Straße vorbeifahren, ohne selbst im Stau zu stehen. Die Brücke bringt zudem einen weiteren Vorteil für FußgängerInnen und RadfahrerInnen. Der Umweg über die stark befahrene und für FußgängerInnen und RadfahrerInnen unangenehme Grenobler Brücke ist mit der neuen Brücke Vergangenheit.

Wie viel kostet die Straßen- und Regionalbahn? Wann ist sie fertig?

Die Arbeiten liegen voll im Zeit- und Kostenplan. Rund 396 Millionen Euro inklusive der neuen 52 Fahrzeuge wird das Großprojekt letztendlich kosten. Die Vorplanungen haben bereits im Jahr 2000 begonnen. Der Startschuss für die Umsetzung und der Beginn der Bauarbeiten erfolgte 2009. Bis 2018 soll das Projekt innerstädtisch abgeschlossen sein. In den Gesamtkosten ist zudem die Erneuerung der gesamten Infrastruktur im Untergrund enthalten. Die Fertigstellung der Verlängerungen in die Gemeinden Völs bzw. Rum sind bis 2020 geplant.

Darf man mit dem IVB-Ticket die VVT-Linien in Innsbruck benutzen?

Ja, das ist innerhalb des Stadtgebiets erlaubt. Sie können auch die S-Bahn im Stadtgebiet verwenden. Bitte nutzen Sie dieses Angebot.