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Mülltrennen leicht gemacht

Abfallvermeidung und -entsorgung sind Themen in jedem Innsbrucker Haushalt. Mit einigen Tipps und Unterstützung durch die Innsbrucker Abfallberatung funktioniert Abfallwirtschaft bereits im Kleinen. Im Großteil des Stadtgebiets wurde das Sammelsystem schon umgestellt. Ab 20. März folgen nun die Innenstadt, Saggen und Wilten Nord (nördlich des Südrings).

Was kann der/die Einzelne zur Abfallvermeidung beitragen?

Abfälle können meist mit wenig Aufwand verringert werden, beispielsweise indem man Stoff- anstelle von Plastiksackerln benützt. Offenes, regionales Obst und Gemüse liegt oft unverpackt in Geschäften, somit entfällt die Entsorgung der Verpackung. Greift man zu Glasflaschen, vermeidet man Plastik und Aluminiummüll. Sind Verpackungen nicht zu vermeiden, kann zumindest darauf geachtet werden, dass diese gut wiederzuverwerten sind. Mit einem Postaufkleber gegen unadressierte Werbung beugt man außerdem Papierverschwendung vor.

 

Warum ist eine funktionierende Abfall- und Recyclingwirtschaft wichtig?

Schädliche und nachteilige Einwirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt können so gering wie möglich gehalten werden. Ebenso gilt es, Ressourcen zu schonen und Emissionen zu vermeiden. Zudem sollen nur solche Stoffe zurückgelassen werden, die keine Gefährdung für nachfolgende Generationen darstellen.

 

Welche Vorteile für die Umwelt hat das neue Sammelsystem?

Durch das richtige Trennen können Ressourcen geschont und der Klimaschutz verbessert werden. Das neue Wertstoffsammelsystem für Altpapier und Leichtverpackungen bietet zum einen das Service, dass die Qualität der Sammelware deutlich verbessert wird, weil weniger Fehlwürfe passieren. Andererseits müssen InnsbruckerInnen diese Wertstoffe nicht mehr selber zu den Sammelinseln bringen, sondern die Recyclingstoffe werden direkt von zu Hause oder bei Sammelpunkten abgeholt.

 

Welche Materialen gehören in die „gelbe Tonne“ bzw. den „gelben Sack“?

Zu den Leichtverpackungen gehören: Kunststofffolien, Getränke-, Kaffee-, Vakuum-, Tiefkühlpackungen, ausgespülte Putzmittel- und Kosmetikleergebinde, Verbundstoffe wie Tablettenpackungen, Verpackungsstyropor, Holzsteigen und Ähnliches. Die Verpackungen sollten für eine optimale Entsorgung sauber und restentleert sein. Alles, was nicht zu den Verpackungen zählt, zählt auch nicht zu den Leichtverpackungen. Beispielsweise gehören kaputtes Kinderspielzeug, Zahnbürsten, Kleiderbügel, Plastikblumentöpfe, Strumpfhosen und Videokassetten, CDs sowie Hüllen nicht in die „gelbe Tonne“ bzw. den „gelben Sack“.

 

Was geschieht mit den Recyclingstoffen aus Glas und Metall?

Altglas und Metall werden wie bisher an den Sammelinseln in den dafür vorgesehenen Behältern entsorgt. Durch den Wegfall der Kunststoff- und Papiersammelbehälter werden die Sammelinseln verkleinert bzw. reduziert.

 

Gibt es in Zukunft noch öffentliche Sammelinseln?

Die Wertstoff-Sammelinseln bleiben in redimensionierter Form bestehen, jedoch ist der Weg dorthin seltener nötig. Gesammelt werden an den Inseln nur noch Altglas und Metallverpackungen. Kommt es zu Schwierigkeiten bzw. starken Verunreinigungen bei Sammelinseln in Ihrer Nähe, kann die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) kontaktiert werden. Die Bergwacht und die Mobile Überwachungsgruppe (MÜG) kontrollieren belastete Gebiete verstärkt.

Für Liegenschaften in der Innenstadt, für die eine Aufstellung von Kunststoffverpackungs- und Altpapierbehältern aus Platzgründen nicht möglich ist, werden weiterhin die Sammelinseln Markthalle und Paul-Hofhaimer-Gasse zur Abgabe dieser Wertstoffe zur Verfügung stehen. In den dicht verbauten Gebieten der Innenstadt, von Saggen und Wilten Nord erfolgt die Abholung sowohl von Altpapier als auch Leichtverpackungen wöchentlich.

 

Wozu benötigt es den Recyclinghof Rossau?

Verpackungen, die nicht in die Tonne passen, können im Recyclinghof in der Roßaugasse 4a abgegeben werden. In der zentralen Entsorgungseinrichtung werden Kunststoff- und Verbundstoffverpackungen ebenso wie Papier und Karton, Weiß-/Buntglas und auch Metallverpackungen sowohl von Privatpersonen als auch Gewerbebetrieben kostenlos entgegengenommen. Außerdem können InnsbruckerInnen dort Verpackungsstyropor, Holz, Haushaltsschrott, Elektroaltgeräte und Flachglas ohne Rahmen (z. B. Spiegel o. Ä.) abgeben. Der Recyclinghof kann auch bei der Entsorgung von Problemstoffen, Altspeisefett (Öli), Textilien und Schuhen, Sperrmüll sowie Grünschnitt in Kleinmengen angefahren werden.

 

Welche Stadtteile wurden bereits umgestellt?

In folgenden Stadtteilen gibt es die Hausabholung von Papier- und Leichtverpackungen bereits seit längerem: Olympisches Dorf, Neu-Arzl, Reichenau, Rossau, Amras (teilweise), Höttinger Au, Igls, Vill, südliches Pradl, südliches Wilten, Sieglanger, Mentlberg, Arzl, Mühlau, Hötting, Hötting-West, Hungerburg, Mariahilf/St. Nikolaus und Kranebitten. Die Stadtteile Dreiheiligen und Pradl wurden im September 2016 umgestellt, am 20. März folgen nun die Innenstadt, Saggen und Wilten Nord (nördlich des Südrings).

 

Gibt es eine Anlaufstelle für Fragen und Anregungen?

Bei Fragen steht das Team der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) unter der Telefonnummer 0 800 500 502 und per E-Mail (kundenservice@ikb.at) zur Verfügung. Raum für weitere Anliegen bietet zudem die IKB-Informationsveranstaltung am Donnerstag, 16. März 2017, von 17.00 bis 19.00 Uhr in der Neuen Mittelschule Müllerstraße (Müllerstraße 38).