Logo Innsbruck informiert

Durchs Tanzen vereint

Bürgermeisterin Oppitz-Plörer gratulierte dem Ehepaar Mayr zur Eisernen Hochzeit.

Mit zwanzig Jahren haben sich Alois und Mathilde Mayr kennengelernt, seither gehen die beiden 90-Jährigen gemeinsam ihren Weg durchs Leben. Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer gratulierte vor kurzem dem „eisernen“ Ehepaar zum 65. Hochzeitsjubiläum. „Ich freue mich für Sie beide, dass Sie sich so guter Gesundheit erfreuen und ihr Leben miteinander genießen können. Ich wünsche Ihnen für die kommenden gemeinsamen Jahre weiterhin alles Gute“, betonte Oppitz-Plörer bei ihrem Besuch und übergab den Eheleuten einen Blumenstrauß und eine Flasche Wein.

Heirat am Osterdienstag vor 65 Jahren

Kurz nachdem Alois Mayr aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrte, lernten die beiden Jubilare sich am 29. Juni 1946 bei einer Tanzveranstaltung kennen: „Ihr Bruder nahm sie mit, Mathilde und ihre Schwester haben dort gesungen“, schwelgte Mayr in Erinnerungen. Fünf Jahre später _ an einem Osterdienstag _ läuteten dann die Hochzeitsglocken in Trins. 1958 zog Familie Mayr schließlich in die Tiroler Landeshauptstadt. „Wir sind damals als erste hier ins Haus eingezogen. Es war das erste Gebäude mit Aufzug in Innsbruck“, berichteten sie von den Besonderheiten der damaligen Zeit.

Kartenspielen bis in die Nacht hinein

Alois Mayr war selbst viele Jahre im Stadtmagistrat tätig. „Ich habe im Kanalbau gearbeitet, das war schon eine schwere Arbeit“, erinnerte er sich zurück. Das Leben der beiden gebürtigen Wipptaler war von Arbeit geprägt. „Ich war das jüngste von zwölf Kindern. Zuhause musste ich in der Bauernschaft schon mitarbeiten. Und danach habe ich geholfen, wo ich gebraucht wurde“, erzählte Mathilde Mayr im Gespäch mit dem Innsbrucker Stadtoberhaupt.

Die zwei Kinder schenkten dem Ehepaar mittlerweile EnkelInnen und vier Urenkelkinder, auf die Mathilde und Alois Mayr besonders stolz sind. Ihre Zeit verbringen die Jubilare gern mit Kartenspielen. Sie kochen auch noch gemeinsam und helfen sich gegenseitig im Alltag. „Tarock hätte ich früher die ganze Nacht spielen können“, blickte Mathilde Mayr mit einem zufriedenen Lächeln zurück, bevor sich die Bürgermeisterin wieder verabschiedete. (SAKU)