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Das Innsbrucker Friedensglockenspiel umfasst 48 Glocken mit einem Tonumfang von vier Oktaven und hat ein Gewicht von über 4.000 kg.
Das Innsbrucker Friedensglockenspiel umfasst 48 Glocken mit einem Tonumfang von vier Oktaven und hat ein Gewicht von über 4.000 kg.

Adventliche Klänge des Friedensglockenspiels

Stimmungsvolle Carillon-Konzerte vom Innsbrucker Dom

Im Advent 2016 ertönt das Innsbrucker Friedensglockenspiel wieder vom Nordturm des Domes: Am 06., 07. und 08. Dezember wird das Carillon jeweils um 16:00 Uhr für 25 Minuten von Gert Oldenbeuving (Niederlande) mit weihnachtlichen Weisen zum Klingen gebracht.

„Das Innsbrucker Friedensglockenspiel ist ein Teil des wertvollen Orgelschatzes in Innsbruck. Es bringt mit seinen friedlichen, stimmungsvollen Klängen Ruhe und Besinnung in die oftmals hektische Adventzeit“, betont Kulturreferentin Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

Hörstationen mit ausgezeichneter Akustik

Besonders gut zu hören ist das Friedensglockenspiel am Domplatz entlang der westlichen Häuserfront sowie im Waltherpark in St. Nikolaus von der nördlichen Innpromenade aus. Außerhalb der Adventzeit wird das Carillon täglich um 12.15 Uhr mechanisch mittels Lochkarten bespielt.

Ein Mahnmal für den Frieden

Im Jahr 1947 wurde der Gedanke gefasst, in der Landeshauptstadt Innsbruck als Mahnmal für den Frieden ein Glockenspiel zu errichten. Ein Glockenspiel wird als Carillon bezeichnet, wenn es aus mindestens 23 Bronzeglocken besteht, d. h. einen Tonumfang von mindestens zwei Oktaven hat. Das Innsbrucker Friedensglockenspiel umfasst 48 Glocken mit einem Tonumfang von vier Oktaven und hat ein Gewicht von über 4.000 Kilo – die schwerste Glocke wiegt 650 kg. Es kann mechanisch über eine eigene Hand-Fuß-Klaviatur individuell, aber auch automatisch mit Hilfe von Lochkarten und elektromagnetischen Schlaghämmern bespielt werden.

Das gesamte Glockenspiel liegt im Kuppelbereich oberhalb der großen Glocke bzw. unterhalb der aufgesetzten Laterne im Nordturm des Domes zu St. Jakob. In der Laterne wurde in der so genannten Spielerkabine die Klaviatur aufgestellt. Dieses Gerät gleicht einem Orgeltisch mit einfachem Manuale und Pedalen für die Bassglocken und steht mit den Klöppeln über Kipphebelgelenke durch Spezialdrähte in Verbindung. Sämtliche Glocken wurden von der Königlichen Glockengießerei Eijsbouts in Asten (Niederlande) gegossen. Der Einbau des Glockenspiels erfolgte durch die Firma Grassmayr, Glocken- und Kunstguss, Innsbruck.