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Christina Skupien (Tierschutzverein für Tirol), Martin Mölgg (Land Tirol), Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider, Alexander Würtenberger (ATM-Projektleiter), Stadtrat Gerhard Fritz, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann (v. l.) posierten mit Kampagnenmaskottchen „Grauslig“.
Christina Skupien (Tierschutzverein für Tirol), Martin Mölgg (Land Tirol), Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider, Alexander Würtenberger (ATM-Projektleiter), Stadtrat Gerhard Fritz, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann (v. l.) posierten mit Kampagnenmaskottchen „Grauslig“.

Offensive gegen "haufenweise" Ärger

Bewusstseinskampagne zur Problematik mit Hundekot startet

Ein Gackerl auf der Innpromenade, ein Häufchen auf der Spielwiese, ein Hundesackerl im Feld – nicht schön fürs Ortsbild, unhygienisch und ein Ärgernis für die Bauern. Eine Offensive soll nun die letzten schwarzen Schafe unter den Hundebesitzern von ihren Pflichten überzeugen: nämlich die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge mittels Gacki-Sackerl aufzusammeln und im nächsten Mülleimer zu entsorgen.

Denn nicht jedes Gackerl findet ins Sackerl und nicht jedes Sackerl in den Abfalleimer. „Mit unserer tirolweiten Kampagne wollen wir mehr Bewusstsein für die Problematik Hundekot schaffen. Uns geht es darum, die Gemeinden in dieser Frage zu entlasten“, erklärt Projektleiter Ing. Alexander Würtenberger von der ATM-Abfallwirtschaft Tirol Mitte. „Die Verschmutzung von Allgemeinflächen wie Gehsteigen und Spielplätzen stellt die Gemeinden vor kostspielige Herausforderungen, Hundekot auf den Feldern zur Lebensmittelgewinnung ist zusätzlich eine Gesundheitsgefährdung für Mensch und Kuh. Radiospots, Plakate, Wiesenstecker und ein Infopaket für die Gemeinden machen auf die Aktion aufmerksam. Sie sollen sensibilisieren und nicht polarisieren“, so Würtenberger.

Die Stadt Innsbruck zählt rund 4.700 Hundebesitzer. „Wir haben im Stadtgebiet von Innsbruck mehr als 260 Gassi-Automaten aufgestellt, die wir mit über zwei Millionen Sackln im Jahr befüllen. Trotzdem müssen die Grünstreifen an Innpromenaden, Spielplätzen und Spazierwegen von Hundekot sowie achtlos weggeworfenen, gebrauchten Gassi-Sackln gereinigt werden“, erläutern Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann und Stadtrat Mag. Gerhard Fritz: „Wir zählen auf die Bewusstseinsbildung bei Hundehalterinnen und –haltern und ihrer Eigenverantwortlichkeit. Das Zusammenleben von Menschen und Hunden bringt vielfältige, positive Wirkungen mit sich. Diese werden jedoch oftmals durch Hundekot im öffentlichen Raum relativiert.“

Wir mögen Hunde, jedoch nicht ihren Kot

Mag. Martin Mölgg vom Land Tirol, Abteilung Umweltschutz: „Uns ist es ein Anliegen, dass alle – Hundehalter und Personen ohne Hunde – den öffentlichen Raum zu ihrer Zufriedenheit nutzen können und den Grundeigentümern keine zusätzlichen Kosten und Aufwendungen entstehen.“

Auch Christina Skupien vom Tierschutzverein für Tirol und selbst zweifache Hundebesitzerin unterstützt die Initiative: „Wir bekommen oft Hinweise, dass Hunde nicht richtig gehalten werden. Wenn wir dem dann nachgehen, stellt sich meist heraus, dass die Ursache solcher Konflikte eigentlich das Thema Hundekot ist. Darum wünschen wir uns, dass von den Hundebesitzern das Gackerl brav aufgesammelt und entsorgt wird.“ 

Wer seiner Hundekotaufnahmepflicht nicht nachkommt, kann je nach Gemeinde mit einer Strafe bis zu 2.000 Euro belangt werden. In Österreich besitzt etwa jeder fünfte Haushalt einen Hund.

Partner der Kampagne sind ATM-Abfallwirtschaft Tirol Mitte GmbH, Land Tirol, Stadt Innsbruck, IKB, Abfallwirtschaftsverband Osttirol, Tierschutzverein für Tirol und ARA „Reinwerfen statt wegwerfen“.

Link zum „Grauslig“-Film: https://youtu.be/QGua9rdzH4k