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Ein ausgezeichnetes Integrationsprojekt

Über eine ganz besondere Auszeichnung kann sich der Schülerhort Wilten freuen: Für das Projekt „Sport verbindet“ wird ihm heute in Wien von Integrationsminister Sebastian Kurz und Sportminister Mag. Gerald Klug der Integrationspreis Sport verliehen. Die Idee hinter dem Projekt, das von Oktober 2013 bis Ende Mai 2014 realisiert wurde, stammte von Karin Juen, der Leiterin des Schülerhortes. Sieben städtische Schülerhorte sowie die Teamspieler des SV Sans Papiers, der von Gemeinderätin Angela Eberl initiiert wurde, nahmen am Integrationsprojekt teil, bei dem das Kennenlernen sowie das gemeinsame Sporteln im Mittelpunkt standen.

„Herzliche Gratulation zur Auszeichnung dieses Projektes, das Integration auf sportliche, spielerische wie auch auf beeindruckende Art und Weise umsetzt“, so Stadtrat Ernst Pechlaner: „Projekte wie dieses tragen dazu bei, dass sich Menschen aufeinander zubewegen, sich kennenlernen, mögliche Kontaktscheue überwunden wird und die Bevölkerung zusammenwächst. Ich bedanke mich bei allen Verantwortlichen, deren Engagement und Zusammenarbeit ,Sport verbindet‘ zu diesem ausgezeichnetem Integrationsprojekt werden hat lassen.“

 

Fußball spielen und andere Lebenswelten kennenlernen

In den Schülerhorten werden viele Kinder mit nichtdeutscher Erstsprache betreut. Diesen, wie auch den einheimischen Kindern, sollte mit dem Projekt die Möglichkeit geboten werden, Kontakt zu Menschen herzustellen, die in Österreich Fuß fassen wollen und ganz am Anfang stehen. Alle Beteiligten konnten sich im Rahmen des Fußballsports kennen lernen, sich sprachlich austauschen und andere Lebenswelten erfahren. Neben dem Integrationsgedanken lag der Fokus auf der sportlichen Betätigung, dem Kennenlernen spezieller Trainingstechniken sowie der Umsetzung von Teamwork.

 

Durch die Auseinandersetzung mit Themen, die AsylwerberInnen betreffen, werden Kinder für deren Bedürfnisse sensibilisiert, sie überwinden Barrieren und eventuelle Kontaktängste. Die Unbefangenheit der Kinder bot den Spielern des SV Sans Papiers darüber hinaus die Möglichkeit, ihre Grundkenntnisse der deutschen Sprache anzuwenden und somit ihr Sprachverständnis zu verbessern.

 

Von Beweggründen zur praktischen Bewegung

Insgesamt 17 Trainingstermine umfasste das Projekt im Schuljahr 2013/14. Dabei hatte jeder der teilnehmenden Horte die Möglichkeit, ca. zweimal mit dem Verein Sans Papiers zu trainieren. Bevor das erste Training im jeweiligen Hort gestartet wurde, beantworteten die Spieler den Kindern Fragen wie „Warum bin ich in Österreich?“, „Wie bin ich nach Österreich gekommen?“ oder „Warum musste ich von Zuhause fort?“. Danach stand das Fußballspielen bzw. das gemeinsame Trainieren am Programm. Den Abschluss bildete ein Fußballfest, zu dem auch die Familien der Hortkinder eingeladen wurden.

 

Am Projekt beteiligt waren die Schülerhorte Angergasse, Dreiheiligen, Hötting West, Kaysergarten, Olympisches Dorf, Walderkommweg und Wilten.