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Die Stadt Innsbruck sorgt mit ihrer Kinderbetreuung für das Wohlergehen der Kleinen und Kleinsten.
Die Stadt Innsbruck sorgt mit ihrer Kinderbetreuung für das Wohlergehen der Kleinen und Kleinsten.

Leistbares und attraktives Angebot für die Jüngsten

In Innsbruck gibt es aktuell 28 städtische Kindergärten, zehn Schülerhorte und 30 Tagesheime. Wie wird die Kinderbetreuung angesichts des stetigen Zuzugs in die Landeshauptstadt langfristig geplant?

Der qualitativ hochwertige Ausbau wird in den wachsenden Stadtteilen wie z. B. Arzl, Igls und mittelfristig Hungerburg weitergeführt. Wo neue Siedlungsräume entstehen, wie beispielsweise am Campagnereiter- Areal, werden entsprechende Angebote mit eingeplant und in Absprache mit der Stadtplanung auch in allen Bereichen der Stadt, wo Bedarf entsteht.

Was kostet die Betreuung in städtischen Kindergärten?

Seit Herbst 2016 ist der Kindergartenbesuch bis 14:00 Uhr für alle in Innsbruck wohnhaften Kinder ab drei Jahren kostenlos. Der Ganztagestarif beträgt monatlich 29 Euro exkl. Mittagessen. Mit dieser moderaten Preisgestaltung ermöglicht die Stadt Innsbruck die Kinderbetreuung auch für Alleinerziehende und einkommensschwächere Familien.

Die Stadt Innsbruck baut aktuell die Kinderbetreuung für unter Dreijährige aus und hat bereits mehrere Kinderkrippen unter Führung der Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD) eingerichtet bzw. in Planung. Warum engagiert sich die Stadt hier?

Es ist uns ein vordringliches Anliegen, die Familienfreundlichkeit stetig zu verbessern. Von öffentlicher Hand (Land Tirol und Stadt Innsbruck) wurden und werden die privaten Einrichtungen sehr gut gefördert. Der Bedarf an weiteren, leistbaren Betreuungsplätzen für die Jüngsten ist jedoch gegeben. Mit der bereits bestehenden Kinderkrippe im Pechegarten und den beiden neuen in Wilten und Hötting im Herbst 2016 ist ein erster Schritt in die richtige Richtung getan.

Wann und an welchen Standorten kann mit der Fertigstellung weiterer Kinderkrippen gerechnet werden?

In der Ampfererstraße entsteht in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen MED-EL eine Kinderkrippe für drei Gruppen. Weitere sind in der Siegmairstraße, im Kindergarten Peergründe und am Prämonstratenserweg geplant. Sie sollen möglichst ab Frühjahr bzw. Herbst 2017 eröffnet werden. Aufgenommen werden Kinder ab 18 Monaten, Anmeldungen sind bereits über die ISD (Telefon +43 512 800937301) möglich.

Wie sieht es mit dem Betreuungsschlüssel und mit dem pädagogischen Konzept in den Kinderkrippen der ISD aus?

Mitte 2015 fasste der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss zur Errichtung städtischer Kinderkrippen. Im Mai 2016 beschloss der Stadtsenat zehn mögliche Standorte. Er beauftragte das Amt für Kinder- und Jugendbetreuung mit der räumlichen Konzeption, der Einholung von Kostenvoranschlägen und der Erstellung eines pädagogischen Konzepts. Die ISD arbeiten mit einem verbesserten Betreuungsschlüssel – eine Betreuungsperson für je vier Kinder – nach den Ansätzen von Emmi Pikler und Maria Montessori. Sie bieten flexible, ausgedehnte Öffnungszeiten von 07:00 bis 16:30 oder 18:00 Uhr (je nach Standort) bei nur fünf Schließtagen pro Jahr. Die Kosten belaufen sich halbtags auf 220 Euro, ganztags auf 299 Euro (jeweils fünf Tage pro Woche inkl. Mittagessen).

Wie werden der Mittagstisch und die Nachmittagsbetreuung angenommen?

Erfreulicherweise bieten die städtischen Einrichtungen allen, die es benötigen, einen Mittagstisch an. Von den rund 2.500 Kindern, die sich in städtischer Betreuung befinden, nehmen rund 1.200 den Mittagstisch in Anspruch. Nachmittags- und Ganztagesbetreuung gibt es an rund 90 Prozent der Standorte: So haben 22 Kindergärten in Innsbruck von 07:00 bis 16:30 Uhr geöffnet, drei Einrichtungen verfügen über erweiterte Öffnungszeiten von 06:30 bis 18:00 Uhr. Auch die zehn städtischen Schülerhorte bieten eine Betreuung von 11:00 bis 18:00 Uhr mit Mittagstisch an. Die Stadt Innsbruck bietet während der Weihnachts-, Oster- und Sommerferien Betreuung in Kindergärten und Schülerhorten an.

Ist diese Ferienbetreuung ausreichend?

Die Sommerbetreuung nehmen rund 1.000 Kinder in Anspruch. Rund 700 davon sind für Mittagstisch und Nachmittagsbetreuung angemeldet. Neun städtische Kindergärten sind in den Sommermonaten geöffnet, dazu vier Schülerhorte. Der Kindergarten kostet 8,50 Euro halbtags pro Woche, ganztags 14,75 Euro, die Schülerhorte kosten 25 Euro pro Woche. Das Angebot entspricht der Nachfrage und erleichtert berufstätigen Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie vor allem in den Ferienzeiten enorm.

Die städtischen Kindergärten bieten zusätzliche Programme wie Sprachförderung und musikalische Früherziehung an. Wie sehr werden diese in Anspruch genommen?

Die sprachliche Frühförderung richtet sich als wesentlicher Teil der Bildungsarbeit an alle, auch an Kinder mit Deutsch als Muttersprache, und wird sehr gut angenommen – knapp ein Viertel aller Kinder besucht diesen Kurs, der die deutsche Sprache spielerisch mit allen Sinnen in Kleingruppen erlebbar macht. Das Angebot der musikalischen Frühförderung durch die Musikschule Innsbruck ist ebenfalls sehr gut ausgelastet.