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v.l. Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider, Univ.-Prof. Dr. Franz-Heinz Hye-Kerkdal, Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann.
v.l. Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider, Univ.-Prof. Dr. Franz-Heinz Hye-Kerkdal, Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann.

Kulturehrenzeichen für Univ.- Prof. Dr. Franz-Heinz Hye-Kerkdal

Langjähriger Direktor des Stadtarchiv Innsbruck erhielt Auszeichnung

Die Tiroler Landeshauptstadt ist besonders kulturaffin. Im Rahmen des traditionellen Neujahrsempfangs am 20. Jänner in Amras verlieh Innsbrucks Kulturreferentin Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer Univ.-Prof. Dr. Franz-Heinz Hye-Kerkdal, dem ehemaligen Leiter des Innsbrucker Stadtarchiv, das Ehrenzeichen für Kunst und Kultur.

 

„Univ.-Prof. Dr. Franz-Heinz Hye-Kerkdal ist in ganz Innsbruck kein unbeschriebenes Blatt. Auch in Innsbrucks Stadtgeschichte hat er seine Spuren hinterlassen. Als Bürgermeisterin der Stadt Innsbruck darf ich Ihnen im Namen der Bürgerinnen und Bürger für Ihre außerordentlichen Leistungen – die weit über das normale berufliche Engagement hinausgingen – danken. Sie haben den Boden für die heutige Konstruktion aus Stadtarchiv, Stadtmuseum und Museum Goldenes Dachl bereitet“, betonte die Bürgermeisterin.

 

Univ. Prof. Dr. Franz-Heinz Hye-Kerdal

Begonnen hat Dr. Hye-Kerkdal seine berufliche Laufbahn von 1963 bis 1969 als Archivar im Tiroler Landesarchiv. Von 1969 bis zu seiner Pensionierung war seine berufliche Heimat das Innsbrucker Stadtarchiv. Sein historisches Wissen stellte er zusätzlich gerne auch unentgeltlich für Recherchen für Vereine zur Verfügung.

 

Hye-Kerkdal, der 1985 an der Universität Innsbruck für Historische Grundwissenschaften und Tiroler Landesgeschichte mit besonderer Berücksichtigung der Geschichte der Städte und Gemeinden habilitierte, hat sich damit nicht nur in ganz Tirol einen exzellenten Ruf als Historiker und Heraldiker gemacht. Auch im In- und Ausland war er ein gefragter Referent bei Kongressen und verschiedensten anderen Anlässen.

 

Insgesamt kann Prof. Hye-Kerkdal auf ein langjähriges Wirken als Stadtarchivdirektor, Universitätslehrer, Autor zahlreicher Aufsätze und Artikel (150 allein für „Innsbruck informiert“), als Kurator von Ausstellungen, als Forscher und Lehrer im außerschulischen Bereich der Volksbildung aber auch als begeisterter Schützen-Ehrenoffizier zurückblicken, wobei es ihm stets ein besonderes Anliegen war einen wesentlichen Beitrag in der Aufarbeitung der Geschichte von Innsbruck und Tirol zu leisten.

 

Eine für Innsbruck kulturpolitisch besonders bedeutsame Initiative war die Korrektur der bis 1992 nicht richtig aufgestellten Wappenschilder bei den großen Bronzestatuen des Kenotaphs Kaiser Maximilians in der Hofkirche. Auch die Schaffung der insgesamt 14 Stadtteilwappen ist untrennbar mit dem Namen von Hye-Kerkdal verbunden.

 

In Würdigung der wissenschaftlichen Leistungen ließen bedeutende Auszeichnungen für den ehemaligen Stadtarchivar nicht auf sich warten: So ist Univ.- Prof. Dr. Hye-Kerkdal unter anderem Mitglied der Académie Internationale d'Héraldique, Träger der Medaille „PRO CIVITATE AUSTRIAE“, des „Verdienstkreuzes des Landes Tirol“ und des „Ehrenzeichens der Diözese Innsbruck in Gold“.

 

Ehrenzeichen für Kunst und Kultur der Stadt Innsbruck

Personen, die sich um die Stadt auf dem Gebiet der Kunst oder der Kultur verdient gemacht haben, kann der Innsbrucker Gemeinderat das „Ehrenzeichen für Kunst und Kultur der Stadt Innsbruck" (nach §4 Absatz 4 des Innsbrucker Stadtrechtes) verleihen. Die Ehrung für Univ. Prof. Dr. Hye-Kerkdal wurde vom Gemeinderat in der Sitzung am 16. Juli 2015 beschlossen.

 

Neujahrsempfang in Amras

Amras ist eine Katastralgemeinde von Innsbruck und wurde 1938 eingemeindet. Insgesamt leben rund 5100 Menschen im Stadtteil. Amras ist ein äußerst aktiver Stadtteil mit insgesamt 16 Vereinen.

 

Seit 1964 besteht die Arbeitsgemeinschaft Amras als überparteilicher Verein. Mit ihren ehrenamtlich tätigen Mitgliedern vertritt die Arbeitsgemeinschaft nach ihrem Statut die öffentlichen und kulturellen Interessen der Bevölkerung des Stadtteiles gegenüber der Landes- und Stadtverwaltung. Als aktueller Obmann fungiert Mag. Ferdinand Neu.

 

Beim traditionellen Neujahrsempfang der Arbeitsgemeinschaft Amras wird meist Rückschau auf die vergangenen Aktivitäten gehalten. Auch die festlichen Highlights und Aktivitäten des aktuellen Jahres stehen dabei auf der Agenda.