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Das Siegerprojekt mit von links MCI-Rektor Altmann, Bgmin Oppitz-Plörer, LRin Zoller-Frischauf, StR Fritz, das siegreiche Team mit Prof. Loudon und den Architekten Habeler sowie Kirchweger.
Das Siegerprojekt mit von links MCI-Rektor Altmann, Bgmin Oppitz-Plörer, LRin Zoller-Frischauf, StR Fritz, das siegreiche Team mit Prof. Loudon und den Architekten Habeler sowie Kirchweger.

MCI-Neubau: Hohe Lebensqualität durch viel Grünraum

Architektonisches Siegerprojekt des MCI-Neubaus als städteplanerisches Signal

Der MCI-Neubau wird ein fünfeckiger Baukörper mit viel Grünraum, Baumbestand und einem von oben belichteten Atrium: Mit dieser architektonischen Idee ist das Büro Loudon Habeler & Partner ZT GmbH aus Wien als Sieger der EU-weiten Ausschreibung mit 88 Einreichungen ausgewählt worden. Bis zum 16. November 2016 sind die Einreichungen in einer Ausstellung im Landhaus 2 in Innsbruck zu sehen. Baubeginn ist 2018, die Fertigstellung für 2021 vorgesehen.

„Das Siegerprojekt des MCI-Neubaus beeindruckt durch viel Grünraum, begehbare Dachterrassen und einem von oben belichteten Atrium mit innenliegenden Terrassenflächen. Damit wird dieses neue Bildungsgebäude nicht nur ein architektonisches Juwel für den Bildungsstandort Tirol, sondern auch den Lehrenden und Studierenden eine besonders hohe Lebensqualität bieten“, freute sich die für den Landeshochbau zuständige LRin Patrizia Zoller-Frischauf. 

Zugleich verwies die Wirtschaftslandesrätin auf das große internationale Interesse dieser Ausschreibung, die schließlich zu 88 Einreichungen geführt hat, wobei neun Projekte von ArchitektInnen aus Wien, Graz und Innsbruck in die engere Auswahl gekommen sind. „Der Baubeginn ist für die zweite Jahreshälfte 2018 vorgesehen. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen MCI soll bis Jahresmitte 2021 erfolgen“, kündigt die Wirtschaftslandesrätin weiters an.

Neue Akzente im Bildungs- und Kulturgeviert

„Die Zusammenführung der MCI-Standorte in Nachbarschaft zur SOWI und der theologischen Universität gilt als wesentliche Aufwertung und gleichzeitig als Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit auf der Bildungsebene. Die gefundene architektonische Lösung setzt neue Akzente im Bildungs- und Kulturgeviert von der Universitätsstraße bis zum Fennerareal. Damit bekommen die fachlich erstklassigen Inhalte des MCI ein neues Zuhause“, erklärte Innsbrucks Bgmin Christine Oppitz-Plörer.

Stadtentwicklungsakzent fortgesetzt

„Eine sich dynamisch entwickelnde Hochschule, einen urbanen Empfang für die Bustouristinnen und Bustouristen sowie einen Fußballplatz bei beschränktem Platzangebot und mit maximalem Respekt vor dem denkmalgeschützten Hofgarten zu entwickeln – das war die Riesen-Herausforderung, die auch der Jury im Wettbewerb einiges Kopfzerbrechen beschert hat“, stellte Innsbrucks Planungs-Stadtrat Gerhard Fritz fest.

„Die Sieger haben die schwierige Aufgabe bravourös gemeistert, mit einer städtebaulich spannenden und architektonisch sauberen Lösung. Die SOWI und das ‚alte‘ MCI anstelle der 1848 errichteten Kaserne haben schon einmal einen Stadtentwicklungsakzent gesetzt und dem Stadtquartier neues Leben eingehaucht. Mit dem neuen MCI setzen wir diese erfreuliche Entwicklung fort.“

Mit vereinten Kräften Großartiges schaffen

„Mit dem erfolgreichen Abschluss des Architektenwettbewerbs und der einstimmigen Kür des Siegerprojekts kommen wir der Realisierung des neuen MCI-Campus einen entscheidenden Schritt näher. Es entsteht ein städtebaulich überzeugendes Vorhaben mit hohem Nutzen für Wissenschaft, Bildung, Wirtschaft, Tourismus, Sport, Congress, Kultur und nicht zuletzt die gesamte Bevölkerung Hier haben viele gemeinsam an einem Strick gezogen“, betonte MCI-Rektor Andreas Altmann. „Es ist großartig, was mit vereinten Kräften möglich ist. Danke an alle Beteiligten für den großen Einsatz.“

Offene und weltnahe Hochschule

„Das Projekt MCI spielt eine wichtige Rolle in der städtischen Entwicklung in Richtung Verdichtung des Stadtzentrums mit öffentlichkeitsbezogenen Nutzungen“, weiß Sieger-Architekt Anton Kirchweger vom Architektenbüro Loudon Habeler & Partner ZT GmbH. „Das Volumen des Hochschulgebäudes ist in fünf Bauteile aufgeteilt, was sowohl den Baukörper als auch das über 400 Räume umfassende Programm in überschaubare Bereiche gliedert. Über die Zwischenräume der Bauteile und die transparente, von einem leichten strukturellen Skelett gegliederte Außenfassade öffnet sich das Gebäude zur städtischen Umgebung im Sinne einer offenen und weltnahen Hochschule.“   

Das Projekt

Gegenstand des Wettbewerbs war die Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten für den Neubau des MCI mit einer Nutzfläche von 17.000 m², den Neubau einer Bus- und Pkw-Garage (ca. 40 Bus- und 200 Pkw-Abstellplätze), die Neuplatzierung des Sportplatzes samt Nebengebäuden sowie eine entwurfsabhängige Neustrukturierung von Nebengebäuden für die Österreichischen Bundesgärten auf dem Fennerareal.

Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von Land Tirol und Stadt Innsbruck, wobei die Stadt Innsbruck den Grund zur Verfügung stellt (inkl. 3.300 m² Grund der Bundesgärten) und für die Errichtung der Bus- und Pkw-Garage sowie den Sportplatz gesamthaft rund 25 Millionen investiert. Das Land Tirol ist für den Neubau des MCI verantwortlich.

Ausstellung der Einreichungen im Landhaus 2

Die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten findet bis zum 16. November 2016 im Landhaus 2 in der Innsbrucker Heiliggeist-Straße 7 – 9 statt.

Die Öffnungszeiten von Montag bis Freitag sind von 8 bis 16 Uhr. Die Ausstellung schließt am 16.11. um 12 Uhr. (Land Tirol)

Modell des Neubaus
Modell des Neubaus