Logo Innsbruck informiert

Patscherkofel: Signal für gemeinsamen Weg

Grundsatzvereinbarung mit Agrargemeinschaft Waldinteressentschaft Igls im erweiterten Stadtsenat diskutiert

Ende Oktober des vergangen Jahres hat der Innsbrucker Gemeinderat mit einer Mehrheit von über 80 Prozent den Neubau der Patscherkofelbahn beschlossen. Gleichzeitig mit den Planungen dafür läuft der Entwicklungsprozess „Rund um den Patscherkofel und Glungezer“.

Im erweiterten Stadtsenat, bei dem alle Fraktionen des Innsbrucker Gemeinderats anwesend waren, wurden mehrere Punkte der vorliegenden Grundsatzvereinbarung diskutiert. Diese umfasst unter anderem die Umsetzung des Projekts „Igler Straße“, das betreutes Wohnen und Nahversorgungsbetriebe beinhaltet. Damit wird einerseits die Infrastruktur in Igls verbessert und andererseits ein wichtiger wirtschaftlicher Impuls gesetzt. Außerdem soll die Stadt Innsbruck den Stadtteil Igls als Tourismusregion berücksichtigen. Die Ergebnisse aus dem Entwicklungsprozess „Rund um den Patscherkofel und Glungezer“ sollen zudem weiterentwickelt werden.

Erste Beschlüsse des Gemeinderats bereits Ende 2015

Ende 2015 wurde seitens der Agrargemeinschaft Waldinteressentschaft Igls eine zivilrechtliche Vereinbarung ausgearbeitet, welcher der Gemeinderat damals in Teilen bereits zustimmte: Auf der Fläche rund um die alte Talstation in Igls wird ein attraktiver Sportbereich mit Sommer- und Winterangebot errichtet, Igler Vereine bekommen die unentgeltliche Nutzung des Kongresses Igls an fünf Tagen pro Jahr zugesprochen und die alte Talstation Igls wird saniert und für die öffentliche Nutzung adaptiert.

Knackpunkt sozialer Wohnraum

Ein Punkt der vorliegenden Vereinbarung mit der Agrargemeinschaft Waldinteressentschaft Igls würde vorsehen, den sozialen Wohnbau im Stadtteil zu begrenzen. Es wird ein „für Igls verträgliches“ Ausmaß an weiterem sozialen Wohnbau und damit eine Begrenzung auf 25 Wohneinheiten alle zehn Jahre gefordert. Dieser Punkt wurde, nach intensiver Diskussion und juristischen Beratungen, vom erweiterten Stadtsenat, in dem alle Fraktionen des Gemeinderats vertreten waren, einstimmig abgelehnt. Damit ist absehbar, dass es von keiner bzw. keinem der 40 GemeinderätInnen eine Zustimmung geben wird. „Es würde sich dabei um einen großen und unvertretbaren Einschnitt in den Handlungsspielraum eines Gemeinderates handeln“, stellen die Mitglieder des erweiterten Stadtsenats unisono fest.

„Wir sind gewillt, die Grundsatzvereinbarung mit der Agrargemeinschaft Waldinteressentschaft Igls abzuschließen und damit einen weiteren wichtigen Schritt hin zur zeitnahen Realisierung dieses wichtigen Projekts zu gehen. In Igls gibt es in der Agrargemeinschaft, dem Stadtteilausschuss und den Vereinen viele Menschen, die sich für die positive Entwicklung des Stadtteils einsetzen, das begrüßen wir natürlich. Deshalb sind uns konstruktive Verhandlungen ein großes Anliegen“, erläutert Bürgermeisterin Oppitz-Plörer. Sie wurde nun beauftragt, die noch offenen Punkte der Grundsatzvereinbarung weiter zu verhandeln. (DH)

Ältere Stadtsenatsartikel anzeigen: