Logo Innsbruck informiert
Premierminister Andrej Babiš (M.), Botschafterin Ivana Červenková (vorne 2. v. r.) und Tünde Barthová (hinten r.; Leiterin des Regierungsamtes) wurden von Stadträtin Elisabeth Mayr, Bürgermeister Georg Willi und Vizebürgermeister Franz X. Gruber (vorne v. l.) sowie MCI-Rektor Andreas Altmann, Landestheater-Intendant Johannes Reitmeier und Direktor Markus Lutz (Haus der Musik Innsbruck; hinten v. l.) in Innsbruck willkommen geheißen.
Premierminister Andrej Babiš (M.), Botschafterin Ivana Červenková (vorne 2. v. r.) und Tünde Barthová (hinten r.; Leiterin des Regierungsamtes) wurden von Stadträtin Elisabeth Mayr, Bürgermeister Georg Willi und Vizebürgermeister Franz X. Gruber (vorne v. l.) sowie MCI-Rektor Andreas Altmann, Landestheater-Intendant Johannes Reitmeier und Direktor Markus Lutz (Haus der Musik Innsbruck; hinten v. l.) in Innsbruck willkommen geheißen.

Besuch des tschechischen Premierministers

Premier Andrej Babiš tauschte sich mit Innsbrucks Stadtpolitik aus.

Im Zuge eines Arbeitsbesuches traf sich der tschechische Premierminister Andrej Babiš in Innsbruck mit Bürgermeister Georg Willi, Vizebürgermeister Franz X. Gruber und Stadträtin Mag.a Elisabeth Mayr. Die vier PolitikerInnen tauschten Erfahrungen aus und führten Gespräche über ein funktionierendes Zusammenspiel zwischen Europa und den Kommunen.

Langjährige Verbundenheit

„Es ist immer eine Ehre, internationale Gäste in unserer Landeshauptstadt zu begrüßen, vor allem an einem so besonderen Ort wie dem Haus der Musik Innsbruck. Die Musik kennt keine Grenzen und so soll es auch in Europa sein“, erklärte Bürgermeister Willi und fügte hinzu: „Wir konnten uns über die hohe Lebensqualität Innsbrucks inmitten der Alpen austauschen, besonders die Themen Wohnen, Bildung und Tourismus waren zentrale Punkte unseres Gesprächs.“ Der Premierminister war beeindruckt von der hohen Anzahl an städtischen Wohnungen und informierte sich über die Umsetzung von leistbarem Wohnen. Zudem war Babiš interessiert an Innsbruck als Universitätsstadt bzw. Bildungsstandort sowie der guten Infrastruktur – das ausgebaute Straßen- und Bahnnetz – in der Landeshauptstadt. Weiters sprachen die PolitikerInnen über die weitere Entwicklung der europäischen Idee mit der besonderen Rolle der Kommunen und Regionen in Europa sowie ihrem Zusammenwirken mit der nationalstaatlichen und europäischen Ebene. Neben Fragen der Migration und Integration von Flüchtlingen, der Förderung von Start-ups und Unternehmertum sowie von Bildung, Wissenschaft und Forschung konnten einzelne Projekte der Zusammenarbeit auf Hochschulebene erörtert werden.

2017 stand Erzherzog Ferdinand II anlässlich des 450-Jahr-Jubiläums in Innsbruck im Mittelpunkt. Eine Jubiläumsausstellung über den Tiroler Landesfürsten und ehemaligen Statthalter von Prag übersiedelte vor knapp einem Jahr in die Tschechische Republik. „Innsbruck und Prag sind seit Jahrhunderten, besonders eng auch durch Erzherzog Ferdinand II, historisch miteinander verbunden. Im vergangenen Jahr wurde die Ausstellung von Schloss Ambras zum 450. Jubiläum auch mit großem Erfolg in Prag gezeigt. Dabei konnte eine Innsbrucker und Tiroler Delegation die politischen, Wirtschafts-, Kultur und Tourismuskontakte weiter intensivieren. Besonders als Mitglied des Kongresses der Gemeinden und Regionen des Europarates freut es mich, dass wir nun mit dem Tschechischen Premierminister hier in Innsbruck diesen europäischen Dialog weiter ausbauen können“, betont Vizebürgermeister Franz X. Gruber.

Stadträtin Mayr erklärte zum Besuch des Premierministers: „Bei vielen Punkten – etwa in der Migrationsfrage oder dem Umgang der Politik mit der Vergangenheit – sehe ich zwar wenig Übereinstimmung, unterschiedliche Meinungen und der Austausch darüber sind jedoch zentraler Bestandteil der Demokratie, insofern begrüße ich die Möglichkeit des Dialogs.“

Gemeinsamer Studiengang

Das Management Center Innsbruck (MCI) wird mit der Karls-Universität Prag ab Herbst 2019 einen gemeinsamen MBA-Studiengang im Bereich Internationales Gesundheitsmanagement an den beiden Standorten durchführen. Weiters wird das bestehende Doppeldiplom-Studium mit der Wirtschaftsuniversität Prag im Bereich Wirtschaftswissenschaften weiter ausgebaut sowie der Austausch von Studierenden und ProfessorInnen zwischen den genannten Hochschulen intensiviert. Zu Mittag hielt der Premierminister noch einen Vortrag über „Entrepreneurship & Politics – Aktuelle Lage in Europa“ am MCI. (SAKU)