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Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (l.) stattete dem Ehepaar Jung anlässlich ihrer Steinernen Hochzeit einen Besuch ab und gratulierte herzlich.
Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (l.) stattete dem Ehepaar Jung anlässlich ihrer Steinernen Hochzeit einen Besuch ab und gratulierte herzlich.

Wie die Jungs gemeinsam alt werden

Das Ehepaar Jung feierte das Steinerne Hochzeitsjubiläum

Das Sprichwort „Name ist Programm“ stimmt bei Karl und Friederika Jung zwar nicht mehr ganz, auf ihre Laune wirkt sich das voranschreitende Alter aber keineswegs aus: „Das Wichtigste ist, dass wir einander haben und gemeinsam alt werden können“, erklärt die inzwischen 89-Jährige Friederika. Gemeinsam mit ihrem Mann Karl empfing sie kürzlich das Innsbrucker Stadtoberhaupt anlässlich des Steinernen Hochzeitsjubiläums des Ehepaares. „Es freut mich wieder hier sein zu können“, begrüßte Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer das Jubelpaar und überreichte Blumen und Wein als Mitbringsel. Bereits vor zweieinhalb Jahren besuchte sie die Jungs zu ihrem damaligen Eisernen Jubiläum.

Kennenlernen nach dem Krieg

Die Kriegszeit war für niemanden leicht. Doch nach dem Ende ging es bergauf: Auch für das Ehepaar Jung, das sich über eine Freundin bzw. Verwandte kennenlernten. „Mein Mann dachte, ich wäre zu jung und zu kindlich für ihn. Nach einem sehr langen Spaziergang konnte ich ihn trotzdem von mir überzeugen“, schmunzelt Friederika Jung. Nach zwei Jahren wurde geheiratet. Im Beisein von Bürgermeisterin Oppitz-Plörer erinnerte sich das Paar gerne zurück: „Wir haben klein angefangen und viel gearbeitet. Das Haus hier habe ich größtenteils selbst gebaut“, erzählt Ehemann Karl. Einige Mauern des kleinen Häuschens im Sieglanger wurden beispielsweise aus Ziegeln der alten Fennerkaserne erbaut. „Diese durften wir damals, als sie abgerissen wurde, mitnehmen. Da haben wir viel geschleppt“, erzählt Karl Jung.

Heute hat das Ehepaar eine Tochter und Enkelkinder.

Zum Abschied wünschte die Bürgermeisterin alles Gute. In zweieinhalb Jahren plant sie wiederzukommen – dann zum 70-Jahr-Jubiläum, der Gnadenhochzeit. (DH)