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21. März: Internationaler Tag für die Beseitigung rassistischer Diskriminierung

„Rassismus und Diskriminierung aufgrund der Abstammung ist heute leider so präsent wie schon lange nicht mehr. Schon der Zugang zu einer ihren Talenten entsprechenden Bildung ist vielen verwehrt, da sie Migrationshintergrund haben. Auch in der Arbeitswelt, im Gesundheitssystem, in allen gesellschaftlichen Bereichen, ist ein latenter Rassismus und die Diskriminierung von Menschen tagtägliche Realität“, analysiert Integrationsstadträtin Mag.a Elisabeth Mayr anlässlich des Internationalen Tags für die Beseitigung rassistischer Diskriminierung, der am 21. März bereits zum 53 Mal stattfindet. „Leider hat sich seit der Initiierung 1966 nicht ausreichend viel verbessert“, sieht Mayr noch sehr viel Arbeit auf die Politik, die Gesellschaft auf jede und jeden Einzelnen zukommen.

„Wir setzen in der Stadt Innsbruck mit vielen Initiativen, wie zum Beispiel dem Fest der Vielfalt, Sprachförderung schon ab dem Kindergarten sowie der Berufsmesse Chancenreich, Akzente in den unterschiedlichsten Bereichen. Leider können die Gemeinden aber nicht alles abfedern, was durch ungerechtfertigte Mittelkürzungen durch besonders den Bund, nicht mehr angeboten werden kann“, will Stadträtin Mayr dennoch so gut wie möglich die Barrieren in den Köpfen niederreißen helfen. „Rassismus und Diskriminierung anderer ist dem Kind nicht angeboren, sondern wird dem Menschen im Laufe seines Erwachsenwerden anerzogen“, ist sich die Bildungsstadträtin Mayr sicher und sieht deswegen besonders in den Kindergärten und Schulen den Schlüssel für eine offene und vorurteilsfreie Gesellschaft. „Hier müssen wir uns noch stärker engagieren und Ungleichheiten sowie Ungerechtigkeiten beseitigen, die Chancen zerstören“, erklärt sie.

Der Welttag gegen Rassismus versteht sich als Aufruf, Respekt und Toleranz für andere Mitmenschen zu entwickeln – wir sollen die Frage an uns stellen: Was schadet es, einen Tag oder eine Woche lang die eigenen vorgefassten Meinungen über andere Menschen auf den Prüfstand zu stellen?

Hintergrund

Trauriger Anlass für die Einrichtung des Internationalen Tags für die Beseitigung rassistischer Diskriminierung 1966 war das Blutbad im südafrikanischen Sharpeville am 21. März 1960. 20.000 Menschen demonstrierten an diesem Tag friedlich gegen diskriminierende Gesetze des Apartheid-Regimes. Die Polizei eröffnete das Feuer auf die Demonstranten. Dabei gab es 69 Tote und rund 180 Verletzte. Sechs Jahre später reagierte die UNO mit der Resolution zum Welttag gegen Rassismus.

Rückfragehinweis:

Büro Stadträtin Mag.a Elisabeth Mayr

Mag. Wolf Grünzweig

Tel.: +43 512 5360 1317

wolfgang.gruenzweig@magibk.at