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Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und Vizebürgermeister Christoph Kaufmann mit dem Modell des Siegerprojektes.
Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und Vizebürgermeister Christoph Kaufmann mit dem Modell des Siegerprojektes.

Einstimmiger Beschluss für Umbrückler Alm

Nachdem der Stadtsenat im November 2013 die Neuerrichtung der Umbrückler Alm beschlossen hatte, gab er gestern einstimmig grünes Licht für die Umsetzung des Bauvorhabens. Im Jahr 1979 wurde die Alm abgetragen, zahlreiche Versuche der Neuerrichtung scheiterten. Nun steht der Spatenstich aber kurz bevor.  

Basierend auf den von der Innsbrucker Immobilien Gesellschaft (IIG) ausgeschriebenen Architekturwettbewerb letzten Jahres wurden unter dem Vorsitz von Univ. Prof. Architekt Walter Angonese die sieben eingebrachten Beiträge beurteilt. Nach eingehender Beratung wurde schließlich das Projekt von den Architekten Philip Lutz und Elmar Ludescher einstimmig zum Sieger gewählt.

 

Eine alpin-urbane Bereicherung

Einen großen Dank richtete die Bürgermeisterin an den ressortzuständigen Vizebürgermeister Kaufmann, die IIG, die städtischen MitarbeiterInnen rund um Amtsvorstand Wildauer sowie die Architekten und alle Beteiligten: „Gemeinsam wurde die optimale Lösung für den Neubau gefunden. Die Umbrückler Alm spiegelt nicht nur den alpin-urbanen Markenkern der Stadt Innsbruck wieder, sie wird zentrales Element für die Lebensqualität und Erlebensqualität der Bevölkerung auf der Nordkette.“

Das neue Gebäude wird am Grundstück des ehemaligen Standortes entstehen. Der geplante Baukörper passt sich ohne aufwändige Erdarbeiten in die vorhandene Topografie ein. Aufgrund der außergewöhnlichen Lage sowie der besonderen Nutzung (ganzjähriger Gastbetrieb) werden an den Neubau besondere Anforderungen in Bezug auf die Funktionalität, Ökologie und Nachhaltigkeit gestellt: Unter einer großzügigen Dachkonstruktion vereint das Projekt diese hohen Ansprüche. Der ressortzuständige Vizebürgermeister Christoph Kaufmann erläuterte, dass es sich hier um das „Eingangstor zum Alpenpark Karwendel“ handelt. Das Gebäude stellt nicht nur das Ausflugsgasthaus im größten Naherholungsgebiet der Stadt Innsbruck dar, sondern wird zudem als Bildungseinrichtung beispielsweise für Schulklassen genutzt werden.

  

Architektur im Einklang mit der Natur

An der Stelle des geplanten Neubaus zweigt sich der Weg ab und wird zum Platz bzw. zur Terrasse, die durch das Haus zu gehen scheint. Auf diese Weise gibt es keine Gebäuderückseite, und das Gebäude lädt die BesucherInnen gleichermaßen bergwärts- wie talwärts kommend zum Verweilen ein. Das vielflächig geneigte Dach überdeckt einen umlaufenden Balkon, der wiederum einen witterungsgeschützten Blick in die Stadt ermöglicht. „Nicht zuletzt aufgrund der zurückhaltenden und naturbelassenen Materialien, die verwendet werden, entsteht ein Gefühl der Geborgenheit und Gemütlichkeit“, erklärte Architekt Ludescher.

Im Eingangsgeschoß werden die beiden Gaststuben, die sich um einen großen Kamin gruppieren, die Bar, Küche und diverse Nebenräumlichkeiten angeordnet. Über eine Stiege gelangt man in das Untergeschoß mit den Sanitäreinheiten, einem Ausstellungsraum, den Zimmern der PächterInnen sowie den Technikräumlichkeiten.

Durch den Neubau der Umbrückler Alm wird das Angebot an Einkehrmöglichkeiten für Winter- als auch SommersportlerInnen am Fuße der Nordkette erweitert. WandererInnen, MountainbikerInnen, SchifahrerInnen und TourengeherInnen sowie alle Naherholungssuchenden werden zum Verweilen auf der Terrasse oder in den gemütlichen Gaststuben eingeladen.

Beruhend auf dem bestehenden Konzept beantragte der Stadtsenat beim Gemeinderat die Genehmigung eines Nachtragskredits in Höhe von 58.000 Euro als Baukostenzuschuss für die IIG. Zudem beauftragt er die Magistratsabteilung IV, für die geschätzten restlichen Kosten von rund 2.430.000 Euro im Voranschlag 2015 vorzusorgen. Diese setzen sich aus den tatsächlichen Errichtungskosten von 1,95 Millionen Euro und den Kosten zur Erschließung und Einrichtung zusammen. So kostet etwa die Versorgung mit Strom 75.000 Euro, mit Trinkwasser 111.000 Euro und der Erdgastank 10.000 Euro sowie die Kanalanbindung 52.000 Euro. Die Mitglieder des Stadtsenats stimmten alle dafür. Damit kann in Kürze der Spatenstich erfolgen und das Projekt Ende 2015 fertig gestellt werden. (KS)