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Die beiden schwer sehbehinderten Mitarbeiter der Telefonvermittlung, Herve Paulin Nomy Ngnoma (l.) und Hakan Özer, sind Teil der vielfältigen Belegschaft des Stadtmagistrats.
Die beiden schwer sehbehinderten Mitarbeiter der Telefonvermittlung, Herve Paulin Nomy Ngnoma (l.) und Hakan Özer, sind Teil der vielfältigen Belegschaft des Stadtmagistrats.

„ Diversität ist unser tägliches Geschäft“

Unterschiedliche Nationen, verschiedene Sprachen, Menschen mit Behinderung, Männer, Frauen, Beamte, Vertragsbedienstete, Lehrlinge – im Stadtmagistrat sind rund 1.600 völlig unterschiedliche Menschen angestellt.

Für Personalchef Mag. Ferdinand Neu ist der Begriff „Diversität“ alltäglich: „Ich finde es wichtig, dass die Struktur der Stadtverwaltung auch jene der Bevölkerung wiedergibt. Innsbruck ist eine bunte Stadt, auch die Belegschaft im Magistrat zeichnet sich durch Vielfalt aus.“ Zur Diversität zählt nicht nur die Tatsache, dass Menschen aus vielen Nationen beschäftigt sind: Es geht darum, dass Verhältnis zwischen Frauen und Männern ausgeglichen, eine Durchmischung in Sachen Alter gegeben ist und auch Personen mit Handicap integriert werden. Aktuell sind im Stadtmagistrat über 50 Prozent der Bediensteten weiblich.

Sprachliche Vielfalt

Welchen Mehrwert eine mannigfaltige Belegschaft im Magistrat hat, zeigt sich beispielsweise an der Sprachenvielfalt. „Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beherrschen neben Deutsch noch weitere Sprachen. Teilweise erlernt, teilweise aufgrund ihrer Herkunft. Diese Tatsache erleichtert den Parteienverkehr oftmals ungemein“, geht Neu ins Detail. Italienisch, Türkisch, Kroatisch, Spanisch, Arabisch, Englisch, Russisch – dies sind nur Beispiele der im Magistrat Innsbruck vertretenen Sprachen.

Adäquate Arbeitsgeräte für behinderte Menschen

Auch in Bezug auf die Integration von Menschen mit Behinderung nimmt der Stadtmagistrat eine Vorreiterrolle ein: „Zu bestimmten saisonalen Zeiten erfüllen wir die Quote zu 200 Prozent. Generell stellen wir uns bei jeder Stellenausschreibung die Frage, ob die Aufgaben auch von einer Person mit Behinderung erfüllt werden können. Ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Beschäftigung von Menschen mit Handicap ist unsere Telefonvermittlung. Zwei der Angestellten sind schwer sehbehindert, die Abläufe funktionieren bestens“, ist der Personalchef erfreut. Für einen adäquaten Arbeitsplatz wurde dort beispielsweise ein EDV-Arbeitsplatz für Blindenschrift in Kooperation mit anderen Institutionen angeschafft.

Breites Aufgabenfeld

Die Sicherstellung der Diversität innerhalb der Belegschaft ist eine wichtige Aufgabe des städtischen Personalamts – allerdings stellt es nur einen Teil des breiten Aufgabenspektrums dar: Auf der Agenda in diesem Amt stehen weiters die korrekte dienstrechtliche Abwicklung und Betreuung der MitarbeiterInnen. Die Auswahl der Führungskräfte, eine verlässliche Lohnbuchhaltung sowie das betriebliche Gesundheitsmanagement sind weitere wichtige Aufgabenbereiche. Besonders eine intensive Personalentwicklung mit den Bereichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sticht im Portfolio heraus. DH

Amt für Personalwesen

Amtsvorstand Mag. Ferdinand Neu
Maria-Theresien-Straße 18
Tel.: +43 512 5360 3344
E-Mail: post.personalwesen@innsbruck.gv.at

Zahlen und Fakten

Stadtmagistrat Innsbruck ...

  • rund 1.600 MitarbeiterInnen
  • 50/50-Geschlechter-Aufteilung
  • Durchschnittsalter der Belegschaft: 46 Jahre
  • 30–40 AsylwerberInnen beschäftigt (saisonal)