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Mehr als 130 interessierte BürgerInnen informierten sich bei der Stadtteilkonferenz Mühlau Anfang Juli über die Ergebnisse des BürgerInnenrates.
Mehr als 130 interessierte BürgerInnen informierten sich bei der Stadtteilkonferenz Mühlau Anfang Juli über die Ergebnisse des BürgerInnenrates.

In Innsbruck reden die BürgerInnen mit

Die Tiroler Landeshauptstadt setzt voll auf die Beteiligung ihrer BürgerInnen: Gleich mehrere Prozesse bieten den InnsbruckerInnen die Möglichkeit, ihren Lebensraum aktiv mitzugestalten und die Entwicklung ihrer Stadtteile positiv zu beeinflussen. Mitbringen müssen Interessierte dafür nur drei Dinge: Engagement, Ideen und die Bereitschaft, sich aktiv mit ihrem Umfeld auseinanderzusetzen.

Wenn es darum geht, Innsbrucks Wohn- und Lebensqualität auch in Zukunft zu erhalten, setzt die Stadt Innsbruck auf ihre BürgerInnen. Als ExpertInnen vor Ort nehmen sie eine ganz besondere Rolle ein. Ihre Meinung ist dabei unverzichtbar und wird dementsprechend von der Stadtgemeinde sehr geschätzt, wie Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer betont: „Die Menschen bringen die Erfahrungen und Erkenntnisse mit, auf die wir angewiesen sind, um die Lebensqualität in Innsbruck noch weiter zu steigern. Wir sehen das nicht als selbstverständlich an: Hinter all dem steht eine Menge Arbeit und Einsatz seitens der Bürgerinnen und Bürger, wofür wir sehr dankbar sind.“ 

Meilenstein Anpruggen

Im vergangenen Jahr lag der Fokus in Sachen partizipative Beteiligung klar auf Anpruggen: In Innsbrucks ältestem Stadtteil erarbeiteten weit über hundert AnwohnerInnen in Workshops wichtige Zukunftsthemen zur Weiterentwicklung ihres Lebensraumes, die zum Abschluss des Beteiligungsprozesses im Dezember 2014 öffentlich präsentiert wurden. Gemeinsam mit den BürgerInnen ist es gelungen, konkrete Lösungsansätze zur Verkehrsberuhigung, der Schaffung von
Begegnungszonen und der Optimierung des Rad- und Fußwegnetzes zu erarbeiten. Durch die Gründung des Wirtschaftsvereines „Anpruggen aktiv“ erhielten die
überwiegend kleinen Betriebe im Stadtteil eine gemeinsame Plattform. Die soziale und kulturelle Vernetzung im Stadtteil wurde verstärkt gefördert und neben der
Schaffung einer eigenen Kulturplattform auch die Jugend vermehrt eingebunden. Neben unmittelbar greifbaren Ergebnissen bringt der Beteiligungsprozess eine
Fülle weiterer positiver Effekte: Unter dem Dach Anpruggen wachsen Mariahilf und St. Nikolaus zu einer starken Einheit zusammen – als attraktives und zentral
gelegenes Wohngebiet, als hochwertiger Wirtschaftsstandort und als kultureller Begegnungsraum. Auftraggeber und Organisator des Beteiligungsprozesses war
das Stadtmarketing Innsbruck, betreut wurden die Projektgruppen von den externen Projektbegleitern Dr. Peter Haimayer und Georg Mahnke.

Mühlau: Ein Stadtteil entwickelt sich weiter

In Mühlau wandte sich eine Initiativgruppe aus engagierten BewohnerInnen an die Stadt Innsbruck mit dem Ziel, unter dem Motto „Mühlau 2020 – wie wollen
wir in Zukunft gemeinsam leben?“, einen Stadtteilentwicklungsprozess einzuleiten. Der Auftrag wurde per Stadtsenatsbeschluss an die Bietergemeinschaft
co:retis und „Raum für Gemeinwesen und Entwicklung“ vergeben. Als erster Beteiligungsprozess in Innsbruck kann Mühlau mit einem BürgerInnenrat aufwarten: Per Zufallsprinzip wurden dafür 600 MühlauerInnen ausgewählt. Der persönlichen Einladung zum BürgerInnenrat folgten überdurchschnittlich viele – nämlich mehr als 30 – Personen, die in kleinen Gruppen individuelle Lösungsansätze zu den Themen „Verkehr“, „Infrastruktur“, „Sozialraum und Kommunikation“ und „Städtebau“ erarbeiteten. Die Ergebnisse wurden Anfang Juli im Beisein von Bürgermeisterin Oppitz-Plörer in einer öffentlichen Stadtteilkonferenz vor rund 130 Interessierten präsentiert. „Wenn Personen aus dem Stadtteil zusammenkommen und gemeinsam diskutieren, ist das meist besonders zielführend. Die Einwohnerinnen
und Einwohner wissen selbst am besten, was im Stadtteil wichtig ist. Das hat auch der BürgerInnenrat in Mühlau gezeigt“, zeigt sich Innsbrucks Stadtoberhaupt von
den Ergebnissen beeindruckt. Im Herbst werden die Zwischenergebnisse in Resonanzgruppen konkretisiert und am 02. Dezember um 18:00 Uhr in einer zweiten Stadtteilkonferenz im Haus VIER UND EINZIG (Haller Straße 41) präsentiert. Die Webseite muehlau.gemeinde21.org informiert laufend über neue Entwicklungen.

Anhand der unten stehenden Grafik sehen Sie die Bevölkerungsentwicklung des Stadtteiles Mühlau der letzten 20 Jahre:

Ein Leitbild für Vill

Auch im Stadtteil Vill tut sich einiges: So langte im November 2014 ein Antrag des Stadtteilausschusses Vill zur Erstellung eines Leitbildes im Innsbrucker Gemeinderat ein. Dieser übergab den Antrag einstimmig dem Stadtsenat zur selbstständigen Erledigung, welcher den Auftrag nach einer generellen Marktanalyse
im April 2015 an das Architekturbüro Lanz+Mutschlechner vergab. Nach ersten Sitzungen mit dem Unterausschuss Vill fand am 12. Mai ein Workshop mit den AnrainerInnen statt. Ausgehend vom bisher erarbeiteten Leitbild wurden darin vier Themenschwerpunkte fixiert und dazu Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit den Themen „Wohnen“, „Landwirtschaft“, „Mobilität“ und „Öffentliches Leben“ befassen. Jedem Thema wurde eine „Patin“/ein „Pate“ aus Vill zugewiesen, sämtliche Inhalte wurden in Einzelworkshops im Detail ausgearbeitet. In einem nächsten Schritt werden diese Ergebnisse am 26. September im Rahmen einer öffentlichen "Zukunftskonferenz“ im ehemaligen Gasthof „Traube“ präsentiert. Beide laufenden Projekte – sowohl Mühlau als auch Vill – werden vom Land Tirol im Rahmen der Lokalen Agenda 21 gefördert. (KS)

Wege verbinden, die BürgerInnen planen

Beim Erstellen von Fuß- und Radwegverbindungen in der Innsbrucker Nagillergasse setzt die Stadt Innsbruck auf BürgerInnenbeteiligung:
Als ExpertInnen vor Ort werden die AnrainerInnen eng miteinbezogen und liefern mit ihrem fundierten Wissen wichtige Gestaltungsanreize.

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Innsbruck hört auf seine Jugend

Wenn in der Tiroler Landeshauptstadt von BürgerInnenbeteiligung die Rede ist, ist auch die aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen am Stadtgeschehen gemeint. Der MyInnsbruck Jugendrat verschafft in Zusammenarbeit mit der Stadt jungen InnsbruckerInnen ab etwa 13 Jahren Gehör.

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Die Neue Mittelschule (NMS) ist besser als ihr Ruf. Das ist gewiss. In Innsbruck bieten zehn städtische Neue Mittelschulen unterschiedlichste Schwerpunkte an. Somit ist sicherlich für jede Interessenslage etwas dabei. Die folgenden sieben Gründe sind ein Beleg für die hohe
Qualität und das große Engagement in unseren Pflichtschulen – besonders den NMS.

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Zusammenleben fördern: Integration und Sozialraum

Ein städteübergreifendes Projekt von Innsbruck und Wörgl befasst sich mit sozialraumorientierter Integrationsarbeit – mit dem Ziel, das Zusammenleben der Menschen in den Stadtteilen zu fördern, Integration als ressortübergreifende Aufgabe wahrzunehmen und weiterzuentwickeln.

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