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Die Stadt lädt einmal im Jahr die LeiterInnen der Seniorenstuben zu einem Ausflug ein, wie beispielsweise 2015 zur Berufsfeuerwehr Innsbruck.
Die Stadt lädt einmal im Jahr die LeiterInnen der Seniorenstuben zu einem Ausflug ein, wie beispielsweise 2015 zur Berufsfeuerwehr Innsbruck.

Von SeniorInnen für SeniorInnen

Ein Fixpunkt im wöchentlichen Programm zahlreicher SeniorInnen in Innsbruck ist der Besuch einer SeniorInnenstube. Mehr als 40 ehrenamtliche LeiterInnen gestalten Nachmittage für ihre AltersgenossInnen.

Mit zunehmendem Alter werden soziale Kontakte und Teil der Gesellschaft zu sein für die Bevölkerung wichtiger. Für die Innsbrucker Generation ab 50 Plus gibt es unter anderem das Angebot der SeniorInnenstuben. Deren LeiterInnen arbeiten ehrenamtlich
und gestalten – je nach Standort – ein vielfältiges Programm für ihre Altersgruppe. In den Seniorenstuben können ältere InnsbruckerInnen Kontakte knüpfen und pflegen, Aktivitäten mit anderen SeniorInnen planen sowie sich austauschen. Aktuell gibt es in der Landeshauptstadt 42 SeniorInnenstuben. „Die Stadt Innsbruck unterstützt die Ehrenamtlichen auch bei der Organisation, beispielsweise wenn es um Fachvorträge geht“, erklärt Seniorenreferentin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und führt weiter aus: „Das
Programm ist bunt gestreut. Bei manchen Treffen gibt es Lesungen und Vorträge, aber auch Wanderungen und Kartenspiele werden angeboten.“ Die Treffen sind kostenlos und alle sind herzlich willkommen. „Größtenteils sind die Seniorenstuben an Pfarren angeschlossen – denn dort gibt es auch die Räumlichkeiten und Infrastruktur. Manche Seniorinnen und Senioren besuchen mehrere Stuben. So haben sie an mehreren Tagen ein Programm“, weiß zuständige Referatsleiterin Mag.a Uschi Klee, die in regelmäßigem Kontakt mit den ehrenamtlichen LeiterInnen steht.

„Die Anzahl der Seniorenstuben wächst. Die Leiterinnen und Leiter sind ein Verbindungsstück – sie setzen durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit aktiv Schritte gegen die Vereinsamung der älteren Innsbruckerinnen und Innsbrucker.“

Vizebürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer

Vizebürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer

WEB-Forum in Hötting West

Das WEB-Forum von Christa Puschmann ist nicht an eine Pfarre angeschlossen. Die rüstige Seniorin begann vor 25 Jahren mit der Organisation von Treffen für Innsbrucker SeniorInnen. Mittlerweile wird das Forum unter dem Motto „Wissen, Erfahrung,
Begegnung“, kurz WEB, im Kolpinghaus in Hötting-West jeden Dienstag von Oktober bis Juni durchgeführt. Ab 14:00 Uhr kommen SeniorInnen immer zu einem Themenschwerpunkt zusammen, um 15:00 Uhr beginnt ein Vortrag. Außerdem gibt es das Programm „Lernen am Computer“, bei dem Interessierte den Umgang mit einem PC besser lernen und Unterstützung dabei bekommen. Ein drittes Angebot, das von Mai bis Oktober beim WEB-Forum seit vielen Jahren fixer Bestandteil ist, sind geführte themenbezogene Wanderungen (im 14-Tage-Rhythmus). „Es sind leichte Wanderungen, damit auch jene mitgehen können, die nicht mehr so gut zu Fuß sind. Dabei schätzen wir vor allem den Wissensaustausch untereinander“, erläutert die Leiterin. Der
„harte Kern“, wie Puschmann ihn nennt, besteht zurzeit aus sieben Personen, die wöchentlich zu den Treffen kommen. Ansonsten ist die TeilnehmerInnenzahl themenabhängig. „In der Stadt herrscht oftmals Einsamkeit und Anonymität. Bei uns geht es um den Austausch, das war auch mein Anliegen, als ich damals gestartet habe. Wir würden uns noch mehr ‚junge Alte‘ als Besucherinnen und Besucher wünschen“, betont Puschmann. Ein Überblick findet sich online unter www.webforum-generation50plus.at.

Turnen in der Sakristei

Wie vielfältig die SeniorInnenstuben in Innsbruck aufgestellt sind, zeigt sich nicht nur am Beispiel des WEB-Forums. Auch in Wilten West erleben die BesucherInnen Abwechslung. Beispielsweise machte die gesellige Runde von Leiterin Franziska Köchl aus der Not eine Tugend. Während des Neubaus des Pfarrzentrums Wilten West verlor die Gruppe ihren Raum für den Treffpunkt. Erst lud Köchl kurzerhand als Übergangslösung die Gruppe zu sich nach Hause ein. Später wurden die Turnstunden – sanfte Sitzgymnastik
und Gedächtnistraining – und Treffen in die Sakristei verlegt. Nun hat die Gruppe „Fit im Alter“ ebenso wie die Gruppe „Tanzen ab der Lebensmitte“ wieder Platz im mittlerweile neu eröffneten Pfarrzentrum. Beides findet jeweils seit Ende September an den Mittwoch-Nachmittagen statt. Neue Mit-TurnerInnen und -TänzerInnen sind jederzeit willkommen. Eine Übersicht über die Standorte und Angebote bekommen Interessierte beim Stadtmagistrat im Referat „Frauen und Generationen“. SAKU

Kontakt für Rückfragen

Referat Frauen und Generationen
RathausGalerien, 4. Stock
Tel.: +43 512 5360 4204
E-Mail: post.frauen.generationen@innsbruck.gv.at