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Strahlende Gesichter bei der Verleihung der Hilde-Zach-Literaturstipendien der Stadt Innsbruck 2014: Jurymitglieder Irene Girkinger und Martin Sexl, Stipendiatin Ursula Scheidle, Gemeinderätin und Kulturausschussvorsitzende Patrizia Moser, Stipendiat Bernhard Kathan, Kulturamtsleiterin Maria-Luise Mayr und Leiterin der Stadtbücherei Kathrin Mader-Walch.
Strahlende Gesichter bei der Verleihung der Hilde-Zach-Literaturstipendien der Stadt Innsbruck 2014: Jurymitglieder Irene Girkinger und Martin Sexl, Stipendiatin Ursula Scheidle, Gemeinderätin und Kulturausschussvorsitzende Patrizia Moser, Stipendiat Bernhard Kathan, Kulturamtsleiterin Maria-Luise Mayr und Leiterin der Stadtbücherei Kathrin Mader-Walch.

Hilde-Zach-Literaturstipendien 2014 verliehen

In der Stadtbücherei übergab Gemeinderätin Univ.-Prof.in Dr.in Patrizia Moser stellvertretend für Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer am 19. November die Hilde-Zach-Literaturstipendien an die zwei strahlenden PreisträgerInnen.

Die Vorsitzende des städtischen Kulturausschusses Moser findet lobende Worte für die Stipendiaten: „Ursula Scheidle und Bernhard Kathan konnten sich gegenüber vielen Literaturschaffenden durchsetzen. Ich freue mich sehr, dass die Stadt Innsbruck einen wesentlichen Teil zur Weiterentwicklung der beiden beitragen kann.“

Seit 2008 vergibt die Stadt Innsbruck jährlich zwei Literaturstipendien zur Förderung von Innsbrucker SchriftstellerInnen. Im Jahr 2014 ergeht das Hilde-Zach-Literaturstipendium, welches mit 7.000 Euro dotiert ist, an den österreichischen Schriftsteller und Konzeptkünstler Bernhard Kathan, das 3.000-Euro-Förderstipendium erhält die aus Innsbruck stammende Schauspielerin, Autorin und Regisseurin Ursula Scheidle.

Hochkarätige PreisträgerInnen

Der 1953 geborene Bernhard Kathan studierte Erziehungswissenschaften und Psychologie an der Universität Innsbruck und beschäftigte sich danach in mehreren Forschungsprojekten mit den Fragen der Alltagsforschung. So gründete er das Innsbrucker Institut für Alltagsforschung und war Herausgeber der Schriftenreihe Texte zur qualitativen Sozialforschung, bevor er sich Ende der achtziger Jahre zunehmend den Fragestellungen der historischen Anthropologie zuwandte. Kathan, der schon lange auch als Künstler tätig ist, zog sich um 1990 aus dem Galerie- und Ausstellungsbetrieb zurück und gründete Ende der 1990er Jahre das Hidden Museum, welches er seitdem als Direktor und Kurator betreibt.

Die 1973 in Innsbruck geborene Ursula Scheidle, die dieses Jahr das Literatur-Förderstipendium erhält, arbeitet als Autorin, Schauspielerin und Regisseurin unter anderem für den Österreichischen Rundfunk. Sie studierte Germanistik sowie Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien und erhielt die Schauspielreife von der paritätischen Kommission mit Auszeichnung. Sie tourt als Autorin und Schauspielerin und verfasste mehrere Hörspiele und Bühnenstücke, für die sie bereits mehrfach mit hochkarätigen Kulturpreisen ausgezeichnet wurde. In ihrem jüngsten Projekt bearbeitet und inszeniert Ursula Scheidle Thomas Glavinics Roman „Die Arbeit der Nacht“ für die ORF-Hörspielabteilung.

 

Die Auswahl der StipendiatInnen erfolgt durch eine dreiköpfige, jährlich wechselnde Fachjury, die sich üblicherweise aus SchriftstellerInnen und VertreterInnen der Bereiche Literaturvermittlung, Literaturwissenschaft und Literaturkritik zusammensetzt. Als zusätzliche Auflage muss ein Mitglied seinen Lebensmittelpunkt in der Tiroler Landeshauptstadt haben, während die anderen beiden nicht aus Innsbruck stammen. Die diesjährige Jury bestand aus Univ.-Prof. Dr. Martin Sexl (Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Innsbruck), Irene Girkinger (Intendantin der Vereinigten Bühnen Bozen) und Mag. a Eva Riebler-Übleis (Herausgeberin der niederösterreichischen Literaturzeitschrift etcetera).

Nach der feierlichen Verleihung in der Stadtbücherei gaben die beiden Stipendiaten noch eine Kostprobe ihrer literarischen Kunst und verzauberten die zahlreichen Gäste mit ihren Werken. (VL)