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Die PreisträgerInnen Johanna Tinzl und Lukas Thaler mit Kulturstadträtin Uschi Schwarzl (1. v.r.) und Natalie Pedevilla (1. v.l., Referentin Bildende Kunst und Kulturprojekte).
Die PreisträgerInnen Johanna Tinzl und Lukas Thaler mit Kulturstadträtin Uschi Schwarzl (1. v.r.) und Natalie Pedevilla (1. v.l., Referentin Bildende Kunst und Kulturprojekte).

Hilde Zach-Kunststipendien 2018

Johanna Tinzl und Lukas Thaler überzeugten Fachjury

Zur Förderung österreichischer KünstlerInnen und junger Nachwuchstalente vergibt das Kulturamt der Stadt Innsbruck seit 2014 das nach Altbürgermeisterin Hilde Zach benannte Kunststipendium. Johanna Tinzl erhält heuer das Kunststipendium über 7.000 Euro, Lukas Thaler wird mit dem mit 3.000 Euro dotierten Förderstipendium ausgezeichnet.

„Die Förderschiene der Hilde Zach-Kunststipendien ermöglicht es uns, angehende Kunstschaffende auf ihrem Weg tatkräftig zu unterstützen“, gratulierte Kulturstadträtin Mag.a Uschi Schwarzl den StipendiatInnen bei der Übergabe im Rathaus: „Darüber hinaus bieten wir jungen Künstlerinnen und Künstlern in der städtischen Fördergalerie ‚Plattform 6020‘ eine Bühne, ihre Werke zu präsentieren. Lukas Thaler war 2013 bereits einer von ihnen.“

Werke überzeugten Jury

Die Fachjury, bestehend aus Nina Tabassomi (Leiterin Galerie im Taxispalais), Cosima Rainer (Universität für angewandte Kunst Wien) und Rens Veltman (Bildender Künstler), begründeten ihre Auswahl aus 17 eingereichten Arbeiten wie folgt: „Johanna Tinzls Arbeiten überzeugen mit einer sensiblen Herangehensweise an heikle soziale Themen. Sie findet dabei eine Formensprache, die sowohl widersprüchlich als auch poetisch auf die BetrachterInnen wirkt und in jedem Werk neu entsteht. Lukas Thaler arbeitet im internationalen Kontext und setzt sich bewusst damit auseinander. Seine Werke überzeugten die Jury durch seine offene Experimentierfreudigkeit.“ Bei beiden KünstlerInnen bewertete die Jury zudem positiv, dass sie mit anderen Kunstschaffenden zusammenarbeiten.

Die StipendiatInnen 2018

Johanna Tinzl, geboren 1976 in Innsbruck, studierte Bildhauerei an der Universität Mozarteum Salzburg und Transmediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien. 2015 war sie Stipendiatin des Artistes in Residence Programm Red Gate in Beijing (China) und 2015-2011 Artist in Residence bei Hotel Charleroi (Belgien). 2013 wurde sie mit dem Paul Flora Preis ausgezeichnet (mit Stefan Flunger) und 2010 erhielt sie das Start-Stipendium des bm:ukk. Ihre Arbeiten werden international bei Ausstellungen, Screenings und Workshops gezeigt und diskutiert. Johanna Tinzls Arbeiten basieren auf einer sensiblen, partizipativen Auseinandersetzung mit der Geschichte bestimmter Menschen, Communities und deren Orten. Dabei gilt ihr besonderes Interesse der Performativität historischer Erzählungen und der Sichtbarmachung prekärer Momente des Politischen im Alltäglichen. Ihre umfangreichen Recherchen integriert sie in performative oder installative Formate, die ein breites Spektrum an Medien wie Video, Sound, Objekt und Text umfassen. Das Sammeln von Beobachtungen und Informationen und die kritische Auseinandersetzung mit Bildproduktionen bilden somit die Basis für die Entwicklung von nicht-linearen, vielstimmigen Erzählungen. Ihre Arbeiten können sowohl fiktiven als auch dokumentarischen Charakter haben. Weitere Informationen unter www.johannatinzl.net

Lukas Thaler, geboren 1989 in Hall in Tirol, lebt und arbeitet in Wien. 2009 bis 2015 Studium an der Universität für angewandte Kunst bei Judith Eisler (Malerei), Brigitte Kowanz (transmediale Kunst) und Thomas Zipp (Malerei), Diplom mit Auszeichnung bei Henning Bohl (Malerei). 2008 bis 2009 Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien. Preise und Stipendien: 2016 Start Stipendium Bildende Kunst BKA; 2016 Shortlist, RLB Kunstpreis; 2015 Stipendium der Emanuel und Sofie Fohn Stiftung; 2011 Artist in residence Paliano/Rom - Stipendium des Landes Tirol. Projekte: Betreiber von MAUVE (mit Titania Seidl); 2018 Shopwindow design für Hermès, Salzburg; 2017 Ausstellungsgestaltung für „Von Zweig bis Handke“, Literaturarchiv Salzburg. Einzelausstellungen: 2018 DOLCE (MUSA, Wien), 2015 me, my friends and our horse (Heiligenkreuzerhof, Wien), 2013 NO LEMON, NO MELON but A NUT FOR A JAR OF TUNA (Galerie im Andechshof, Innsbruck), 2013 THE PROPELLER (fait gallery NEM, Brno, CZ). Gruppenausstellungen, Publikationen und weitere Informationen unter lukasthaler.com