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Die Kultur des Miteinanders leben

Auf andere zuzugehen, ihnen Wertschätzung entgegenzubringen und zu helfen, zeichnet eine Kultur des Miteinanders aus. Unübersehbar ist sie etwa bei der Innsbrucker Soziale Dienste GmbH (ISD), die sich der Pflege und Betreuung verschrieben hat.

Mit über 1.200 MitarbeiterInnen aus 47 Nationen ist die ISD – ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Stadt Innsbruck – der größte Anbieter von sozialen Dienstleistungen in der Tiroler Landeshauptstadt. Bei allen 78 verschiedenen Berufsgruppen,
aus welchen sich die ISD zusammensetzt, steht der Mensch im Mittelpunkt. „Dementsprechend wichtig sind die Qualitätsansprüche und die Kultur des Miteinanders innerhalb des Betriebes“, betont Vizebürgermeister und Sozialreferent Franz X. Gruber.

Qualität für alle

„Die wichtigste Herausforderung, die der Pflegebereich zu bewältigen hat, besteht darin, ausreichend qualifiziertes Personal zu finden“, weiß ISD-Geschäftsführer Dr. Hubert Innerebner: „Jüngsten Hochrechnungen zufolge werden im Tiroler Heimbereich jährlich rund 300 neue Pflegemitarbeiterinnen und -mitarbeiter benötigt – den Bedarf an den Krankenanstalten und den Mobilen Diensten noch nicht miteingerechnet.“ Dies sei eine Prognose, die die ISD als größten Heimträger Westösterreichs vor eine nur schwer zu lösende Aufgabe stelle. „Die Herausforderung liegt einerseits darin, neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden, andererseits darin, die, die bereits im Unternehmen sind, mittel- und langfristig im Betrieb zu halten“, geht Geschäftsführer Innerebner ins Detail. Um sowohl ein angenehmes Arbeitsklima als auch eine bestmögliche Pflege garantieren zu können, wurde ein Wertekatalog erarbeitet, der als Leitfaden für das tägliche Miteinander dient. Die Schlagworte „Fairness“ und „Offenheit“ finden sich darin genauso wie „Professionalität“.

„Kultur prägt den Menschen. Sie ist vielschichtig und gerade im sozialen Bereich, im Sinne eines sozialen Miteinanders und einer wechselseitigen Wertschätzung, unverzichtbar. Die ISD setzt sich beispielsweise intensiv mit einer fairen Unternehmenskultur auseinander.“

Vizebürgermeister Franz X. Gruber

Vizebürgermeister Franz X. Gruber

Drei Grundhaltungen, sieben Werte

Das soziale Miteinander soll als wechselseitige Wertschätzung empfunden werden. Um dies zu erreichen setzt die ISD auf die drei Grundhaltungen „Glaubwürdigkeit“, „Reflexion“ und „Verantwortung“. Im Sinne der Glaubwürdigkeit werden die definierten Werte im Unternehmen nicht nur kommuniziert, sondern auch gelebt. Die Reflexion dient dazu, Handlungsmuster zu hinterfragen und die dritte Grundhaltung verlangt von den MitarbeiterInen die Bereitschaft, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Hinzu kommen mit „Fairness“, „Freundliche Arbeitsatmosphäre“, „Menschlicher Umgang“, „Offenheit“, „Professionalität“, „Verlässlichkeit“ und „Wirtschaftlichkeit“ sieben Werte, die in Theorie und Praxis angewendet werden: Aufgabe der Führungskräfte ist es demnach, faire Rahmenbedingungen zu schaffen, Aufgabe der MitarbeiterInnen, sich als Teil des Ganzen fair zu verhalten.

LebensWERTE Betreuung

Aber nicht nur auf die Bedürfnisse der MitarbeiterInnen wird bei der ISD wert gelegt, sondern auch auf die Bedürfnisse derer, die Pflege und Betreuung brauchen. Der Katalog, in dem die Betreuungsgrundsätze definiert wurden, umfasst neun zentrale Punkte, wobei die Selbstbestimmung der BewohnerInnen an erster Stelle steht. Ihre Entscheidungen und Wünsche werden nicht nur respektiert, sondern fließen auch in die Gestaltung von Alltag und Pflege ein. Ein Alltag, in dem versucht wird, Persönlichkeiten zu stärken und Lebensfreude zu erhalten. Auch indem man sich darum bemüht, jedem Tag aufs Neue Sinn zu geben. Ziel ist es, die BewohnerInnen in einem Umfeld, das Geborgenheit bietet, das Privatleben achtet und Beziehungen ermöglicht, professionell zu pflegen.