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Einzugsbegleitung: vom Nebeneinander zum Miteinander

Die eigenen vier Wände sind nicht automatisch ein Rückzugsort, denn das Gefühl des „Sich-Zuhause-Fühlens“ kann nicht mit dem Hausschlüssel übergeben werden. Aus diesem Grund setzt die Stadt Innsbruck mit der IIG beim Einzug in neue Wohnanlagen auf ein Rundum-sorglos-Paket für MieterInnen.

Mit der sogenannten Einzugsbegleitung der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) können sich BewohnerInnen vor, bei und nach dem Einzug willkommen fühlen. Umfassende Servicedienste und Veranstaltungen sorgen dafür, dass das traute Heim nicht nur zum eigenen Glück, sondern zum Glück der gesamten Hausgemeinschaft wird.
Durch die Initiative stehen die Neueingezogenen keiner anonymen Wohngemeinschaft gegenüber. Von Anfang an lernen sie jene Menschen kennen, mit denen sie ihren direkten Lebensraum von da an teilen. Für mögliche spätere Konflikte wird dadurch eine konstruktive Basis geschaffen. Gemeinsame Aktivitäten sind Anlass, sich über sprachliche und kulturelle Grenzen hinaus für den gemeinsamen Lebensraum zu engagieren. Auch der direkte Kontakt zwischen BewohnerInnen und den AnsprechpartnerInnen des Wohnbaus wird gefördert. Wenn bereits mit dem Einzug klar ist, wer in einem Notfall zur Stelle ist, entsteht ein Gefühlt der Sicherheit.

Ankommen und wohlfühlen

Wie das Übersiedeln, Einziehen und Einleben umfasst auch die Einzugsbegleitung einen längeren Zeitraum. In diesem werden verschiedene Treffen und Aktionen angeboten:

  • Bereits fünf bis sechs Monate vor dem Einzug wird den zukünftigen MieterInnen von großen Anlagen beim Workshop „Außenraumgestaltung“ eine Möglichkeit der Mitsprache gegeben. Dabei werden Gestaltungswünsche für den Außenbereich gesammelt.
  • Je nach Größe der Anlage findet zwei bis drei Wochen später eine „Kennenlernversammlung“ statt. Neben technischen Informationen werden auch Pläne für die Außenräume vorgestellt. Kennenlernen können sich dabei nicht nur die zukünftigen NachbarInnen untereinander, sie treffen auch die MitarbeiterInnen der Hausverwaltung.
  • Etwa vier Wochen vor dem Einzug führen die BauleiterInnen gemeinsam mit den MieterInnen die Wohnungsbesichtigung und Abnahme durch.
  • Die feierliche Übergabe der Wohnungsschlüssel durch die ressortzuständigen PolitikerInnen wird schließlich mit einem Rundgang durch die Wohnanlage verbunden. Interessierte haben Gelegenheit, hinter die Kulissen zu blicken und können beispielsweise die Technikzentrale unter die Lupe nehmen. Bei großen Wohnanlagen wird zu diesem Anlass ein BewohnerInnenfest veranstaltet.
  • Nachdem der größte Übersiedlungsstress überstanden ist, wird ein Aktionstag für Kinder und Jugendliche organisiert. Die jungen BewohnerInnen lernen dabei auf spielerische Weise Hausordnung, HausmeisterInnen und „geheime“ Ecken kennen.
  • Nach einem halben Jahr ist Zeit für ein erstes Fazit. Es wird eine Befragung durchgeführt, deren Ergebnisse bei einer MieterInnenversammlung zur Evaluierung der Wohnzufriedenheit präsentiert werden.

„Vernetzung statt Anonymität, Gemeinsamkeit statt Einsamkeit – genau diese Aspekte fördert die Einzugsbegleitung der IIG in neuen Wohnanlagen. Denn mit einem guten Start steht einem nachbarschaftlichen Miteinander nichts mehr im Weg.“

Stadtrat Andreas Wanker

Stadtrat Andreas Wanker

Begleitmappen zum Einzug

Ein weiterer Service, um das Ankommen im neuen Heim so einfach und komfortabel wie möglich zu halten, wird BewohnerInnen mit der „Einzugsbegleitungsmappe“ geboten. Diese fasst die nützlichsten Informationen sowie hilfreiche Wohntipps zusammen. Nachfragen bei den zuständigen Stellen und zeitintensive Recherchen im Internet fallen weg.
Zu den bereitgestellten Unterlagen zählen unter anderem die geltende Hausordnung samt kinderfreundlicher Ergänzung sowie eine Übersicht über die verantwortlichen IIG-MitarbeiterInnen. Ein Meldezettel und ein Informationsblatt zur Abfalltrennung sind genauso beigelegt wie das Ansuchen um Wohn- und Mietzinsbeihilfe. Um ein angenehmes Wohnklima zu schaffen, finden sich Tipps zum richtigen Heizen und Lüften sowie ein Überblick über die Aktion „Hallo Nachbar“ darin. Der Verleih von Alltagsgegenständen unter NachbarInnen ist oft bequemer als ein Ausflug zum nächsten Bau- oder Supermarkt. Als Hilfestellung für „Hallo Nachbar“ stellt die IIG Aufkleber zur Verfügung, die am Postkasten anzeigen, welche Gebrauchsgegenstände jeweils verliehen werden. AA