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Der Hausberg erhält ein neues Gesicht

Die Vorarbeiten für die neue Bergbahn am Hausberg sind angelaufen. Heuer im Winter wird sie in Betrieb gehen. Am 06. März stehen Politik und ExpertInnen in den RathausGalerien von 10:00 bis 19:00 Uhr für Fragen bereit.

Modern, schnell und familienfreundlich – unter diesen Prämissen stand die Neuplanung am Innsbrucker Hausberg. Die neue Einseilumlaufbahn erhält eine Trasse, auf der zukünftig alle sechs Pisten über einen Weg optimal erreichbar sein werden. Speziell die Mittelstation, auf 1.720 Metern, liegt sehr zentral. Somit ist nicht nur im Winter die Abfahrt möglich, sondern auch im Sommer kann oben eine sieben Kilometer lange, ebene Almenwanderung gestartet werden. „Damit folgen wir der international anerkannten Grischconsulta-Studie, welche uns zur wirtschaftlichen Führung des Bergs ebendiese Planungen empfohlen hat“, erläutert Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer den Entscheidungsweg. „Durch das Gesamtpaket richten wir den Hausberg neu aus und attraktivieren ihn für die Innsbruckerinnen und Innsbrucker“, ist sie überzeugt.

Auf Familien ausgerichtet

Seit der Hausberg im Jahr 2014 wieder in städtische Hände gelangte, ist man der Ausrichtung als Hausberg gefolgt. Im Winter präsentiert er sich als „kleines, feines, anspruchsvolles Skigebiet“ mit einer rund acht Kilometer langen Rodelbahn. Neben der Abfahrt über 1.000 Höhenmeter stehen weiterhin drei Übungslifte und ein Kinderland zur Verfügung. Im Sommer wird der Berg zum Ausgangspunkt für Höhenwanderungen und bietet im bisherigen Speicherteich eine Bademöglichkeit. Ob mit Rollstuhl oder
Kinderwagen, jede und jeder kann barrierefrei mit öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb von zehn Minuten von der Innenstadt auf den Hausberg gelangen. Der Einstieg der Bahn erfolgt künftig an der Römerstraße, dort hält die Buslinie J.

Der Übersichtsplan zeigt den Verlauf der neuen Bahntrasse am Patscherkofel.
Der Übersichtsplan zeigt den Verlauf der neuen Bahntrasse am Patscherkofel.

Architektur fügt sich ideal ein

Die neue Bahn transportiert pro Stunde 2.450 Personen auf knapp 2.000 Meter Seehöhe. Mithilfe eines internationalen Architekturwettbewerbs wird die Bahn zudem dem Anspruch Innsbrucks als Architekturstadt gerecht. Die Pläne des Siegerprojekts des Innauer-Matt Architektenbüros fügen sich ideal in das Stadtbild mit beispielsweise der Nordkettenbahn von Franz Baumann und dem Patscherkofel-Hotel von Hans Fessler ein. Gleichzeitig können drei Hektar Wald neu aufgeforstet werden. Dies entspricht der Größenordnung von vier Fußballfeldern.

Im Freizeitticket enthalten

Übrigens gehört der Hausberg zum Verbund des Freizeittickets. Der Preis für eine vierköpfige Familie beläuft sich für eine Woche auf 20 Euro, für StudentInnen auf rund acht Euro. Damit können sowohl der Hausberg als auch rund 70 weitere Attraktionen besucht werden. 

Einladung zum Stadt-Info-Tag

Am 06. März stehen VertreterInnen der Stadtregierung sowie der Patscherkofelbahnen mit den ExpertInnen des Projekts für alle Fragen zur Verfügung. Interessierte sind von 10:00 bis 19:00 Uhr in den RathausGalerien (vor dem Bürgerservice) herzlich eingeladen. Für die Nachnutzung der Talstation in Igls läuft zudem ein BürgerInnenbeteiligungsprozess unter der Leitung von Ulrike Amann MCD und Georg Mahnke (mahnke@coretis.at). MIR

Drei Fragen an ...

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer

Was zeichnet den Hausberg besonders aus?

Ich schätze den Hausberg als anspruchsvolles, kleines, feines Skigebiet, welches mit den öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb von zehn Minuten aus der Innenstadt erreichbar ist. In Zukunft wird es die Bahn zudem ermöglichen, dass man auf 1.600 Metern Seehöhe im Sommer eine Wanderung starten kann und die Almenrunde leicht zu erreichen ist.

Wie stufen Sie die finanziellen Diskussionen ein?

Durch die geplanten Maßnahmen kann mit einer modernen Bahn das gesamte Skigebiet erreicht und im Sommer der Berg barrierefrei erschlossen werden. Statt vier Bahnen wird eine leistungsfähige, komfortable Bahn errichtet, die auch wirtschaftlich betrieben werden kann.

Was bedeutet der Hausberg für Sie?

Diese Frage birgt die Antwort in sich. Er ist der Hausberg der InnsbruckerInnen. Dreimal fanden hier olympische Wettbewerbe statt, nun ist er ob – im Sommer oder Winter – der Freizeitberg der BürgerInnen.