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Schritt für Schritt zu neuem Lebensraum

Mit der „Campagne Reichenau“ wird in der Tiroler Landeshauptstadt eines der größten Wohnbauprojekte seit den Olympischen Spielen umgesetzt. Dafür werden nicht nur Bauarbeiten, sondern auch Aktivitäten zur sozialen Vernetzung im Stadtteil realisiert.

Auf der Suche nach Wohnraum

Das Gebiet rund um die ehemalige Sportanlage der Campagnereiter in der Reichenau ermöglicht der Tiroler Landeshauptstadt eine städtebauliche Weiterentwicklung. Auf einer Fläche von etwa 84.000 Quadratmetern entsteht ein neues Stadtviertel mit rund 1.000 Wohnungen, Grünfl ächen, Sportanlagen sowie sozialer Infrastruktur. Die Besonderheit des Großprojekts stellt ein sogenanntes „kooperatives Planungsverfahren“ dar, das in Innsbruck erstmals zur Anwendung kam. Konkret bedeutet dies unter anderem,  dass BürgerInnen in eigens eingerichteten Foren direkt in die Entwicklungen miteingebunden wurden.

In den Startlöchern

Das Baufeld 1 stellt den ersten zu bebauenden Bereich in der Radetzskystraße dar. Dieser befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Tennisanlage der Sportunion/Turnerschaft Innsbruck, die bereits in die Wiesengasse 20 übersiedelt ist. Am freigewordenen Bauplatz, der eine Größe von rund 6.600 Quadratmetern umfasst, errichten Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) und Neue Heimat Tirol (NHT) geförderten Mietwohnbau. Insgesamt entstehen etwa 300 Mietwohnungen, deren Vergabe durch das Wohnungsamt der Stadt Innsbruck erfolgt. Die ersten Vorbereitungsarbeiten wurden bereits umgesetzt. Die Fertigstellung erfolgt voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2021. 

Leben zieht schon jetzt ein

Mit Leben wird das erste Baufeld schon seit Oktober gefüllt, denn mit der offiziellen Eröffnungsfeier des temporären Stadtteilzentrums „CAMPAGNE“ in der Radetzkystraße 41 verfügt der Stadtteil Reichenau über einen neuen, offenen Treffpunkt für alle BewohnerInnen. Nach Fertigstellung des ersten Baufelds übersiedelt das Stadtteilbüro an seinen fixen Standort.Entworfen und gebaut wurde das temporäre Gebäude von Architektur-Studierenden der Universität Innsbruck. Es fungiert als Veranstaltungsort für Workshops, Info- und Filmabende, Lesungen sowie Konzerte. Als Ansprechpartner steht Stadtteilkoordinator Mag. Paul Klumpner von den Innsbrucker Sozialen Diensten (ISD) vor Ort bereit.

Stadtteilsprechstunde:
dienstags, 10:00–12:00 Uhr, und mittwochs, 16:00–18:00 Uhr
Tel.: +43 664 800937760
E-Mail: p.klumpner@isd.or.at

Ausblick auf das Ergebnis

Im Rahmen eines EU-weiten Wettbewerbs für das erste Baufeld entschied sich die Jury einstimmig für das Projekt des Büros „bogenfeld ARCHITEKTUR“ aus Linz. Das Siegerprojekt zeichnet sich insbesondere durch die Binnenraumabfolge von Gassen und Plätzen aus, die für unterschiedliche NutzerInnen Aufenthalts- und Treffpunktqualitäten anbieten. Damit ist ein soziales Zueinander von BesucherInnen und BewohnerInnen gleichermaßen möglich. Für den Wohnbau am gesamten Areal sind derzeit insgesamt
vier Baufelder vorgesehen.