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Wie vielfältig ist Innsbruck?

Diversität definiert sich nicht nur über die 146 verschiedenen Nationen in unserer Stadt, sondern wird von einer Vielzahl an Faktoren beeinflusst: Bevölkerungsentwicklung und -wachstum, Altersstruktur, Geschlechterverhältnis, u. v. m. Untenstehend finden Sie einen kleinen Einblick in die Diversität der Stadt Innsbruck.

Aus der Altersstruktur errechnen sich verschiedene Kennzahlen, die sich aus 100 Personen im Erwerbsfähigenalter im Verhältnis zur Altersgruppe errechnen.

  • Jugendquotient: 16,2 
  • Altenquotient bzw. Alterslastquote: 25,5
  • Belastungsquote: 41,7 (Kinder/Jugendliche und SeniorInnen pro 100 Erwerbsfähige)
  • Altersstrukturkoeffizient: 157 Personen im Pensionsalter pro 100 Kinder (01.01.2017)

Die Entwicklung der Hauptwohnsitzbevölkerung der letzten 20 Jahre

Bevölkerungszuwachs
Innsbruck ist eine attraktive Stadt mit alpin-urbanem Charakter, der die Menschen schon in der Vergangenheit begeisterte. Auch deshalb kann die Landeshauptstadt einen kontinuierlichen Bevölkerungszuwachs verzeichnen.

Vertretene Nationen in Innsbruck

79,7 Prozent aller ausländischen Staatsangehörigen kommen aus europäischen Ländern

In allen Alterssegmenten bis 50 Jahre sind die Männer leicht in der Überzahl. Über 50 Jahren allerdings dominieren die Frauen teils deutlich: Bei den über 80-Jährigen kommen auf 100 Frauen nur noch 52 Männer.

Verzögerte Familiengründung

In den letzten Jahrzehnten hat sich der Zeitpunkt der Erstgeburt bei Frauen immer weiter nach hinten verschoben. Gründe dafür sind unter anderem längere Ausbildungszeiten oder eine vermehrte Berufstätigkeit der Frauen.

Der Begriff "Fertilitätsrate" bedeutet, dass eine heute 15-Jährige, bis zum Eintritt der Menopause mit ca. 50 Jahren, 1,18 Kinder zur Welt bringen wird. Damit allerdings eine positive Bevölkerungsentwicklung zu verzeichnen ist, müsste jede Frau ungefähr 2,1 Kinder zur Welt bringen. Derzeit erzielen die hoch industrialisierten, westlichen Länder lediglich durch Zuwanderung einen Bevölkerungszuwachs.

Drei Fragen an ...

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer

Warum ist Diversität für eine Stadt wichtig?

Wenn wir von Diversität sprechen, geht es um Vielfalt. Die Wichtigkeit dafür sehen wir am besten in der Natur: In einer Monokultur kommt es nach einiger Zeit, durch die einseitige Nutzung, zu einem Nährstoffmangel im Boden. Wenn der Acker aber mit verschiedenen Pflanzen, mit unterschiedlichsten Nutzungsanforderungen bepflanzt wird, kann eine gesunde Ernte gewonnen werden und der Boden wird nachhaltig genutzt.

Am 08. März ist der Internationale Frauentag. Ist dieser Tag für Sie wichtig?

Natürlich. Viel wichtiger aber ist, warum dieser Tag ins Leben gerufen wurde und worauf wir uns besinnen sollen. In Sachen Gleichberechtigung hat sich in den letzten Jahrzehnten viel getan. Wir sind aber noch lange nicht da, wo wir hinsollten.

Was braucht es für eine Zielerreichung?

Gleichberechtigung muss sich in den Köpfen der Menschen festigen. Quoten können beispielsweise dabei helfen, damit sich gesellschaftliche Strukturen entwickeln können. Zeit ist ebenso ein wesentlicher Faktor. Ein Beispiel: Nächstes Jahr feiern wir 100 Jahre Wahlrecht für Frauen. Heute ist es für uns ganz selbstverständlich, dass alle ab 16 Jahren wählen dürfen, damals undenkbar.