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Beim Pressegespräch „Miteinander in Innsbruck – Wertevermittlung für AsylwerberInnen“ (v.l.): Florian Stolz (TSD), Elmar Rizzoli (Amtsleiter Allgemeine Sicherheit und Veranstaltungen), Stadtpolizeikommandant Martin Kirchler, Georg Mackner (TSD), Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Stadtrat Franz X. Gruber, Ursula Waibel und Markus Jochum
Beim Pressegespräch „Miteinander in Innsbruck – Wertevermittlung für AsylwerberInnen“ (v.l.): Florian Stolz (TSD), Elmar Rizzoli (Amtsleiter Allgemeine Sicherheit und Veranstaltungen), Stadtpolizeikommandant Martin Kirchler, Georg Mackner (TSD), Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Stadtrat Franz X. Gruber, Ursula Waibel und Markus Jochum

Miteinander in Innsbruck

Wertevermittlung für AsylwerberInnen

Seit März 2016 finden regelmäßige Sicherheits-Jour-Fixe, mit VertreterInnen von Land Tirol, Stadt Innsbruck, Stadtpolizeikommando, Tiroler Soziale Dienste GmbH (TSD), Sicherheitsdienstleister und Freiwilligenkoordination statt. Im Rahmen dieser Besprechungen wurde die Projektidee geboren, vertiefend zu bereits bestehenden Maßnahmen eine Werte-, Verhaltens- und Rechtsvermittlung für AsylwerberInnen der Innsbrucker Flüchtlingsunterkünfte auszuarbeiten. Nach intensiver Vorbereitung fand bereits im vergangenen November die Pilotveranstaltung statt. Im Jahr 2017 werden weitere zehn Vorträge gehalten.

„Obwohl die Zuständigkeit hier in erster Linie bei Bund und Land liegt, sehen wir es als wichtigen Beitrag für ein gutes Zusammenleben in unserer Stadt und ein ‚Miteinander in Innsbruck‘“, erläuterte Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer. „Dieses Engagement der Stadt Innsbruck ist ein starkes Signal an die Asylwerberinnen und Asylwerber sowie die einheimische Bevölkerung: Wertschätzung gegenüber den geflüchteten Menschen, aber auch Forderung nach Akzeptanz für unsere gesellschaftlichen Bestimmungen und unsere Wertehaltung.“

 

Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer
Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer

Der ressortzuständige Stadtrat Franz X. Gruber bestätigte: „Die Pilotveranstaltung im November hat gezeigt, dass die Initiative der Stadt Innsbruck ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung für Menschen auf der Flucht ist, ihnen aber auch unsere Erwartungshaltungen deutlich vor Augen führt. Daher vermitteln wir in unseren Veranstaltungen praxisorientiert Themen wie Demokratie und Gleichberechtigung, Rechtsstaatlichkeit und Strafrecht, aber auch Basiswissen zu den Bereichen Gesundheit und Mobilität. Deshalb sind in Abstimmung mit der Polizei und allen Partnern heuer zehn weitere Veranstaltungen geplant.“

Stadtrat Franz X. Gruber
Stadtrat Franz X. Gruber

Für Stadtpolizeikommandant Oberst Martin Kirchler, MA steht die Notwendigkeit dieser Schulungen ebenfalls außer Frage: „Wir erwarten von den Menschen, die als Flüchtlinge aus fremden Ländern und fremden Gesellschaftskulturen zu uns kommen, dass sie unsere Regeln kennen, beachten und sich dementsprechend verhalten. Deshalb halte ich es für wichtig, ihnen diese möglichst verständlich zu vermitteln. Wir setzen dabei bewusst bei den relevanten Zielgruppen an. Die Teilnehmer agieren in der Folge – wenn auch oft unbewusst – als Multiplikatoren in ihren Communities.“

Stadtpolizeikommandant Martin Kirchler
Stadtpolizeikommandant Martin Kirchler

Dr. Georg Mackner (TSD) ist froh über das wertschätzende Angebot gegenüber seinen KlientInnen: „Einmal mehr zeigt sich die gute konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt Innsbruck und die enge Abstimmung, wenn es darum geht geflüchtete Menschen in Innsbruck willkommen zu heißen. Wir konnten mit Hinblick auf die erste Veranstaltung bereits sehen, wie wichtig dieses Angebot ist und sind froh darüber, dass diese Chance noch weiteren Menschen ermöglicht wird“. 

Georg Mackner (TSD)
Georg Mackner (TSD)

Die AsylwerberInnen besuchen freiwillig die Veranstaltung. Ein junger iranischer Asylwerber, der gemeinnützig bei der Stadt Innsbruck tätig ist, fungiert als Verbindungsglied zu den geflüchteten Menschen in den Unterkünften. Die Zusammensetzung als sprachhomogene Gruppe ist für den Lernerfolg entscheidend. Deswegen werden die Sprachgruppen abwechselnd zu den Kursen bzw. Vorträgen eingeladen. Die Abstimmung erfolgt in enger Absprache zwischen der Heimleitung (TSD) und dem Stadtpolizeikommando. Die Kosten pro Veranstaltung belaufen sich auf rund 1.000 Euro, die von der Stadt Innsbruck getragen werden. 

Bürgermeisterin Oppitz-Plörer bedankte sich abschließend bei allen Projektpartnern für die intensive und gute Zusammenarbeit. VL