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Die Stadt Innsbruck ist gerüstet für den Frühjahrsputz: Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider (3.v.r.), Vizebürgermeister Christoph Kaufmann (3.v.l.), die Stadträte Gerhard Fritz (4.v.l.) und Franz X. Gruber (2.v.r.) mit Grünanlagen-Amtsvorstand Thomas Klingler (r.), Forst-Referent Albuin Neuner (2.v.l.) und Roland Paoli (Referent Straßenbauhof, Mitte)
Die Stadt Innsbruck ist gerüstet für den Frühjahrsputz: Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider (3.v.r.), Vizebürgermeister Christoph Kaufmann (3.v.l.), die Stadträte Gerhard Fritz (4.v.l.) und Franz X. Gruber (2.v.r.) mit Grünanlagen-Amtsvorstand Thomas Klingler (r.), Forst-Referent Albuin Neuner (2.v.l.) und Roland Paoli (Referent Straßenbauhof, Mitte)

Alle helfen beim großen Frühjahrsputz mit

Aktion „Saubere Stadt“ fegt durch alle Ressorts

(IKM) „Gemeinsam für ein sauberes Innsbruck“ ist das Motto des Frühjahrsputzes 2017. Neben den städtischen Dienststellen, die das ganze Jahr im Einsatz sind, ist heuer auch die Mithilfe der Bevölkerung gefragt: Von 24. März bis 07. April ruft die Aktion „Saubere Stadt“ dazu auf, Hinweise auf Müllablagerungen bzw. zu reinigende Plätze im öffentlichen städtischen Raum via www.buergermeldungen.com/Innsbruck zu melden. Die Meldungen erreichen direkt die zuständigen Stellen im Magistrat und können von den MitarbeiterInnen gezielt abgearbeitet und beantwortet werden. Im Jahr 2016 gingen insgesamt 39 Bürgermeldungen zum Thema Sauberkeit an das Amt für Straßenbetrieb sowie 22 an das Grünanlagen-Amt ein. „Die Innsbruckerinnen und Innsbrucker sind Expertinnen und Experten für ihre Stadt. Alle gemeinsam und im gemeinsamen Einsatz für die Natur schaffen wir unser sauberes und lebenswertes Innsbruck“, sind sich die ressortzuständigen Stadtsenatsmitglieder einig.

Dort, wo die Stadtverwaltung zuständig ist, wird die Beseitigung sofort angegangen. Auf Gehsteigen außerhalb des Kernbetreuungsgebietes sind die AnrainerInnen laut Regelung der Straßenverkehrsordnung (StVO) zuständig. Die AnrainerInnen sind daher aufgerufen, auch ihren Beitrag zu leisten. 

Laufende Informationen über den aktuellen Frühjahrsputz erhalten Interessierte auf der Facebook-Seite von „Innsbruck informiert“.

 

Der Frühling: eine arbeitsintensive Zeit für das Amt Straßenbetrieb

„Sommer wie Winter, egal, ob bei Regen, Schnee oder Sonnenschein – die Mitarbeiter des Amtes Straßenbetrieb kümmern sich das ganze Jahr über um die Sauberkeit und Sicherheit im Stadtgebiet. Dafür gebührt ihnen ein herzlicher Dank“, findet Vizebürgermeister Christoph Kaufmann lobende Worte. Vor allem im Winter ist die Straßenverschmutzung durch Staub, Reifenabrieb und Streusplitt hoch. Mit dem Frühjahr beginnt deshalb eine besonders arbeitsintensive Zeit für die Mitarbeiter des Amtes Straßenbetrieb. Jedes Jahr aufs Neue werden im Zuge des Frühjahrsputzes sukzessive rund 340 Straßenkilometer und 380.000 Quadratmeter Gehsteigfläche gereinigt. Das Beseitigen von Streusplitt auf den Gehsteigen und Fahrbahnen, das Waschen der Fahrbahnen sowie das Aussaugen der Sinkkästen gehört ebenso zum Großputz wie das Reinigen der Papierkörbe und das Entfernen von widerrechtlich angebrachten Plakaten, Plakatständern oder Werbematerial auf Laternen, Ampeln und Verkehrszeichen. Auch desolate Fahrräder, die sich ansammeln, werden im Herbst im gesamten Stadtgebiet abtransportiert und auch im Frühjahrnach Bedarf in der Innenstadt eingesammelt. 2016 kamen 570 schrottreife Räder zusammen.  

Darüber hinaus ist das Team rund um Amtsvorstand DI Josef Mühlmann für 2.500 Papierkörbe verantwortlich und führt 730.000 Leerungen durch. Im Durchschnitt wird jeder Papierkorb also ca. 300-mal pro Jahr entleert, einige davon bis zu 4-mal pro Tag. Allein 2016 waren die städtischen Bediensteten 7.690 Stunden – umgerechnet also mehr als 320 Tage – mit Kehrmaschinen im Einsatz. Bei händischer und maschineller Reinigung kamen im vergangenen Jahr 2.350 Tonnen Müll zusammen. Das entspricht dem Gewicht von fast zwölf ausgewachsenen Blauwalen, die mit einer Körpermasse von bis zu 200 Tonnen das schwerste Säugetier der Welt sind.

Ein besonderes Augenmerk legt das Amt im Frühjahr auch auf die Bodenmarkierungen: Auf den Innsbrucker Straßen befinden sich Längsmarkierungen (Sperrlinien, Leitlinien, Parklinien u.a.) mit einer Länge von rd. 80.000 m sowie Flächenmarkierungen (Schutzwegstreifen, Radfurten, Haltelinien, Ordnungslinien, Pfeile, Symbole u.a.) im Ausmaß von rund 13.200 Quadratmetern. Da vor allem Schwerverkehr und der Winterdienst die Markierungen regelrecht wegradieren, muss ein Großteil davon Jahr für Jahr aufgefrischt werden. So werden jedes Jahr insgesamt rund 19 Tonnen Farbmaterial auf die Straßen gespritzt, wofür seitens der Stadtgemeinde knapp 500.000 Euro investiert werden. Um Bodenmarkierungen ordnungsgemäß aufbringen zu können, sind trockene und saubere Fahrbahnen sowie Temperaturen über 5° Voraussetzungen. Die Tage, an denen diese Arbeiten realisiert werden können, sind somit stark eingeschränkt. Damit der Verkehr so wenig wie möglich behindert wird, muss ein Großteil der Markierungsarbeiten außerdem in der Nacht durchgeführt werden.

 

Gemeinsam für ein sauberes Innufer

Der Naturraum Inn mitsamt seinen Uferbereichen trägt enorm zur Innsbrucker Lebensqualität bei und gehört gerade aus diesem Grund gehegt und gepflegt. Diesem Ziel sowie dem Hochwasser- und Umweltschutz hat sich die Innufer-Reinigung verschrieben, die am Samstag, den 25. März, von 08:00 bis 12:00 Uhr stattfindet. Alle Interessierten sind herzlich zum Mitmachen eingeladen (Kinder benötigen eine Begleitperson). Start ist um 08:00 Uhr beim Zentralbauhof in der Rossaugasse 4. Dort werden die Mitwirkenden in Teams eingeteilt und mit den nötigen Werkzeugen ausgestattet. „Das Um und Auf für einen respektvollen Umgang mit dem eigenen Lebensraum ist eine entsprechende Bewusstseinsbildung. Die Möglichkeit bei der Pflege des Naturraums selbst anzupacken, stärkt das eigene Verantwortungsgefühl“, fasst Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider zusammen. Nach der Reinigungsaktion um ca. 12:00 Uhr lädt die Stadt Innsbruck alle HelferInnen zum Mittagessen ein. 

Organisiert wird die 28. Innufer-Reinigung vom städtischen Referat „Verkehrs- und Umweltmanagement“ als Teil der Anti-Littering-Kampagne namens „Reinwerfen statt Wergwerfen“. Dabei handelt es sich um die größte österreichweite Plattform zum Thema Anti-Littering. Hinter der Kampagne der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) steckt das Ziel, dem unachtsamen Wegwerfen von Abfällen in der Natur (Littering), auf Straßen und in Gewässern bewusst entgegenzuwirken. Nicht vermeidbare Abfälle sollen in den richtigen Sammelbehälter entsorgt werden.

 

Frühjahrsputz für Teich im Rapoldipark

Im Rapoldipark ist bereits einiges in Sachen Frühjahrsputz geschehen: Anfang März setzte das städtische Grünanlagenamt notwendige Pflege- und Sanierungsmaßnahmen des dortigen Teiches um. Der ressortzuständige Stadtrat Mag. Gerhard Fritz erklärt: „Durch abgestorbene Organismen wie Laub, Pflanzenreste und Pollen, die auf den Teichboden absinken, bildet sich Schlamm. Dieser wird in regelmäßigen Abständen durch die Fachkräfte des Grünanlagenamtes entfernt, da das Teichleben durch den entstehenden Sauerstoffmangel ungünstig beeinflusst wird.“

Zuerst wurde durch das Abschalten der Pumpe, die den Teich mit Grundwasser speist, der Wasserspiegel abgesenkt. Fische, Krebse, Muscheln und Schildkröten wurden fachgerecht umgesiedelt, sodass der Schlamm entfernt werden konnte. Im Zuge der Reinigungsarbeiten wurden auch technische Sanierungen am Mauerwerk und den Steinschlichtungen vorgenommen. Mittlerweile ist der Teich wieder funktionstüchtig, sauber und befüllt. Gerade rechtzeitig für den Beginn der Froschwanderung bzw. der Brutzeit der Enten. Projektleiter Stefan Engele erläutert: „Wir betreuen in Innsbruck neben dem Teich im Rapoldipark auch jenen im Kurpark Igls und in der Peerhofsiedlung. Dies sind alles künstlich angelegte Gewässer, welche unterschiedliche Voraussetzungen und spezielle Pflegebedürfnisse haben. Durch die Fachkompetenz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können wir sämtliche Pflegeanforderungen erfüllen.“

 

Sauberer Wald zum Schutz der Natur

„Dem städtischen Forstamt ist es ein Anliegen, Bewusstsein zu schaffen, damit Abfälle – auch wenn sie noch so natürlich erscheinen – in die Tonne und nicht in den Wald gehören“, erklärt der für das Forstwesen zuständige Stadtrat Franz X. Gruber. Mit mehreren Aktionen und in Kooperation mit engagierten BürgerInnen gelingt die Sensibilisierung schrittweise. „Als Leitspruch sollte gelten, dass alles, was man in den Erholungsraum mitnimmt, auch wieder nach Hause getragen werden muss“, betont Amtsvorstand DI Andreas Wildauer (Land- und Forstwirtschaft). Mit der Reinigungsaktion „Saubere Sillschlucht“ am 02. April unterstützt die Stadt Innsbruck eine private Initiative beim Sauberhalten des Waldes. Eine weitere Aktion sind aufgestellte Abfalleimer, die sich natürlich in das Waldbild einfügen. Gemeinsam mit dem Forstamt hat Initiator Thomas Martini Standorte eruiert, an denen die Holzbehälter schließlich aufgestellt wurden. Derzeit sind noch zwei im Stadtteil Mentlberg aufgestellt. Auch bei dieser Aktion kümmern sich die Mitarbeiter dann um die fachgerechte Entsorgung. Freiwillige und die Mitarbeiter des Forstamts sind sich einig: Es benötigt das Engagement von allen, damit Innsbrucks Wälder sauber bleiben. Im Rahmen des im Rahmen des Waldpädagogik-Angebotes des Forstamtes werden daher bereits die jüngsten BürgerInnen auf ihre Verantwortung für die Natur aufmerksam gemacht.