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Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (M.) übergab mit Kulturamtsleiterin Maria-Luise-Mayr (l.) und Elisabeth Bacher die Stipendien an Josef Haller (2.v.l.) und Michael F. P. Huber.
Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (M.) übergab mit Kulturamtsleiterin Maria-Luise-Mayr (l.) und Elisabeth Bacher die Stipendien an Josef Haller (2.v.l.) und Michael F. P. Huber.

Hilde-Zach-Kompositionsstipendien 2016 vergeben

Michael F.P. Huber und Josef Haller freuen sich über den diesjährigen Preis.

Musik ist in Innsbrucks seit Kaiser Maximilian Trumpf. Das städtische Kulturamt vergibt zur Förderung junger Talente aus dem Bereich der zeitgenössischen Musik jährlich die Hilde-Zach-Kompositionsstipendien. 2016 kamen Michael F.P. Huber (Hauptstipendium) und Josef Haller (Förderstipendium) zum Zug.

„Junge Kunstschaffende, egal aus welchen Bereich zu fördern, ist eines der Zielvorgaben des städtischen Kulturamtes. Die Hilde-Zach-Kompositionsstipendien sehe ich als wesentliche Förderung für junge Komponistinnen und Komponisten um diese in ihrem Tun zu bestätigen. Mit Michael F.P. Huber und Josef Haller haben wir auch 2016 zwei würdige Preisträger gefunden“, betont Innsbruck Kulturreferentin Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer: „Unsere Stadtkultur kann sich nur weiterentwickeln, wenn wir neuen Talenten die Chance geben, in Innsbruck zu arbeiten.“

Kurzbiografie der Preisträger

Michael F.P. Huber ist am 25. November 1971 in Innsbruck geboren und ein österreichischer Komponist. Es besuchte das Musikgymnasium in Innsbruck und spielt selbst Klavier, Violine und Posaune. 1990 bis 1992 erhielt er von Peter Suitner privaten Kompositionsunterricht. Parallel dazu studierte er Musikwissenschaft und Pädagogik an der Universität Innsbruck. Danach wechselte er an die Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien, wo er von 1992 bis 1998 Komposition und Musiktheorie belegte. Seine Lehrer waren Iván Eröd (Tonsatz, Harmonielehre, Kontrapunkt), Kurt Schwertsik (Komposition), Klaus-Peter Sattler (Medienkomposition, Filmmusik) und Christian Mühlbacher (Jazztheorie und Arrangement). Von 1997 bis 1999 war er mehrfacher Stipendiat der Filmwerkstatt Essen und Teilnehmer an den „European Film MusicWorkshops“. Von 1998 bis 2001 war er als Komponist, Arrangeur, Notensetzer und privater Klavier- bzw. Theorielehrer tätig. Von 2001 bis 2002 dann als Sound Editor bei der Vienna Symphonic Library und in der Folge  arbeitete er als privater Klavier- und Kompositionslehrer in Wien, ehe er 2004 seine Tätigkeit für das Tiroler Musikschulwerk aufnahm. Seither unterrichtet er Klavier, Musiktheorie sowie Kammermusik und ist als Korrepetitor tätig. Zudem ist er regelmäßig als Musiker an verschiedenen Konzertprojekten beteiligt.

Josef Haller ist 1993 in Sterzing, Italien (Südtirol) geboren. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er an der Musikschule in Sterzing, wo er von 2002 bis 2009 Klavierunterricht bei Christoph Hildebrandt nahm. Seine erste Eigenkomposition spielte Haller beim Jugendmusikwettbewerb „Prima la Musica” 2006, wo er mit einem ersten Preis mit sehr gutem Erfolg ausgezeichnet wurde. 2009 bis 2012 studierte er Klavier am Konservatorium Claudio Monteverdi in Bozen bei Prof. Andrea Bonatta und lernte zusätzlich Kontrabass an der Musikschule Brixen bei Norbert Gianmoena. Seit 2012 studiert Haller Instrumentalpädagogik Klavier an der Innsbrucker Außenstelle der Universität Mozarteum Salzburg. Seit 2013 studiert er außerdem am Tiroler Landeskonservatorium Komposition und Musiktheorie bei Franz Baur und Klavier Konzertdiplom bei Sebastian Euler.

Er absolvierte Meisterkurse bei Arie Vardi (Klavierakademie Eppan), Olga López (Vienna Young Pianists), Tamara Stefanovich (Musikprojekt „Impulse”) und Michael Rickman (Orfeo Music Festival) und gewann einige Preise: Verschiedene Auszeichnungen beim Jugendmusikwettbewerb “Prima la Musica”, 2. Preis mit Sonderpreis beim Wendl&Lung Nachwuchsklavierwettbewerb Wien, 1. Preis für Kammermusik beim 5. Concorso Nazionale per Giovani Musicisti Bardolino, Lothar-Bandermann-Preis der Vienna Young Pianists sowie den Förderpreis der RAI-Südtirol für junge Südtiroler PianistInnen usw..

Hilde-Zach-Kompositionsstipendien

Der Preis ist mit einer Gesamthöhe von 10.000 Euro dotiert. Seit 2011 werden 7.000 Euro davon für das Hauptstipendium ausgeschüttet, für das Förderstipendium sind 3.000 Euro reserviert.

Diese Aufteilung der Stipendien soll gewährleisten, dass sowohl die Förderung von Werken größeren formalen Zusammenhangs etablierter KomponistInnen der heimischen Szene, als auch Kompositionen junger Talente ermöglicht werden.

Zur Förderung von zeitgenössischer Musik unterstützt die Stadt Innsbruck seit dem Jahr 2007 jährlich die Komposition von zeitgenössischen Musikwerken von Innsbrucker KomponistInnen. Ziel ist eine dauerhafte und nachhaltige Förderung der Entwicklung zeitgenössischer Musik in Innsbruck. 2013 wurden die Kompositionsstipendien in Anerkennung an Innsbrucks ehemalige Bürgermeisterin in Hilde Zach-Kompositionsstipendien umbenannt. (KR)

Der Preis konzentriert sich auf die heimische Szene, deshalb kommen nur KomponistInnen in Frage die

• in Tirol geboren oder

• in Innsbruck wohnhaft oder

• in Innsbruck dauerhaft kreativ oder künstlerisch tätig sind.

Bisherige StipendiatInnen

2015 Christof Dienz

          Julia Maier (Förderstipendium)

2014 Daniel Oliver Moser

          Manuel Delago (Förderstipendium)

2013 Wolfgang Mitterer

          Hannes Kerschbaumer (Förderstipendium)

2012 Johannes Sigl

          Katharina Blassnigg (Förderstipendium)

2011 Gunter Schneider

          Marco Döttlinger (Förderstipendium)

2010 Ralph Schutti

          Christian Reimeir

2009 Franz Baur

          Franz Schreyer

2008 Manuela Kerer

          Norbert Zehm

2007 Thomas Amann

          Judith Unterpertinger